Ein Tau­nus­kri­mi

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Mit­ten im Wald brennt ein Cam­ping­wa­gen lich­ter­loh. In den Trüm­mern fin­det die Feu­er­wehr die Über­res­te ei­nes mensch­li­chen Kör­pers. Ei­ne ein­zi­ge Zeu­gin hat die Tat be­merkt: Die Jour­na­lis­tin Fe­li­ci­tas Mo­lin will ei­ne sche­men­haf­te Gestalt auf der Flucht ge­se­hen ha­ben. Bald er­mit­teln die Hof­hei­mer Kom­mis­sa­re Oli­ver und Pia nicht nur we­gen Brand­stif­tung mit To­des­fol­ge, son­dern we­gen Mor­des.

20.15 [ZDF]

Was dann zu se­hen war, konn­te durch­aus ver­blüf­fen: Im Ge­spräch mit der Ka­ba­ret­tis­tin Mo­ni­ka Gru­ber er­leb­te man ei­nen re­flek­tier­ten, ein we­nig schüch­ter­nen En­ter­tai­ner, der für die ober­fläch­li­che Schla­ger­sze­ne in­tel­lek­tu­ell und cha­rak­ter­lich ge­nau ge­nom­men schwerst über­qua­li­fi­ziert ist. „Ich war der Klas­sen­clown, ei­ner der im­mer um An­er­ken­nung ge­ringt hat“, er­zähl­te Ger­ry Fried­le, und man kam gar nicht auf die Idee, über den fal­schen Per­fekt zu lä­cheln, weil er so be­rüh­ren­de Din­ge sag­te. Als Schü­ler sei er ge­mobbt wor­den. Jah­re spä­ter gab es ein Klas­sen­tref­fen: „Und der, der mich ver­dro­schen hat, hat sich ent­schul­digt.“Lo­gisch, möch­te man sa­gen, der schleimt jetzt halt ei­nen Star an. Aber Fried­le hat „kei­nen Groll“und fin­det das „cool“. So ein Net­ter!

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