In Mün­chen auf Strei­fe

Neue Rol­le. Verena Al­ten­ber­ger fei­ert am Sonn­tag ihr De­büt in der ARD-Kri­mi­rei­he „Po­li­zei­ruf 110“.

Kurier - - Krimi - – D. PRI­BIL/N. OBERBUCHER

Zwei wand­lungs­fä­hi­ge ös­ter­rei­chi­sche Schau­spie­le­rin­nen tre­ten an die­sem Sonn­tag zum Quo­ten-Kri­mi-Du­el­lan:Wäh­ren­dJu­li­aKo­schitz in der ORF-Pre­mie­re des Thril­lers „Im Schat­ten der Angst“(Sei­te 3) als er­mit­teln­de Ge­richts­gut­ach­te­rin bril­liert, fei­ert Verena Al­ten­ber­ger („Die Bes­te al­ler Wel­ten“) ihr Ki­be­rer-De­büt in der ARD-Rei­he „Po­li­zei­ruf 110“.

In je­ner Kri­mi­rei­he, die 1971 vom DDR-Fern­se­hen als Ge­gen­stück zum west­deut­schen „Tat­ort“ins Le­ben ge­ru­fen wor­den ist und seit der Wie­der­ver­ei­ni­gung von der ARD in Auf­trag ge­ge­ben und sonn­tags aus­ge­strahlt wird.

Zum Ein­stand von Al­ten­ber­ger be­han­delt „Po­li­zei­ruf 110 – Der Ort, von dem die Wol­ken

kom­men“(So, 20.15, ARD) ei­nen Fall, der be­kann­te Kri­mi-Strick­mus­ter hin­ter sich lässt. Das be­ginnt da­mit, dass Al­ten­ber­ger fort­an ei­ne Rol­le ver­kör­pert, die sich von den üb­li­chen Er­mitt­lern, wie ihr „Po­li­zei­ruf 110“-Vor­gän­ger Hanns von Meuf­fels (Mat­thi­as Brandt) meist im Haupt-Kom­mis­sar-Rang, un­ter­schei­det: Als Eli­sa­beth „Bes­sie“Eyck­hoff mimt die Pon­gaue­rin ei­ne in Mün­chen tä­ti­ge Strei­fen­po­li­zis­tin, de­ren Qua­li­tä­ten in der Kom­mu­ni­ka­ti­on als auch in ih­rem per­sön­li­chen En­ga­ge­ment lie­gen.

Ein­ge­führt wird die un­kon­ven­tio­nel­le Fi­gur der Bes­sie zu­dem nicht mit ei­nem Mord­fall: Ein jun­ger Bur­sche mit Kas­parHau­ser-Syn­drom wird auf­ge­grif­fen, er schwebt in Le­bens­ge­fahr. Die Fra­ge lau­tet bald: Hält des­sen ehe­ma­li­ger Pei­ni­ger nun an­de­re Kin­der in sei­ner Ge­walt? Nach und nach kann Bes­sie ei­ne Be­zie­hung zu dem völ­lig ver­stör­ten Ju­gend­li­chen auf bau­en.

Verena Al­ten­ber­ger über ihr De­büt: „Die Rol­le wur­de mir in Kom­bi­na­ti­on mit dem ers­ten Dreh­buch an­ge­bo­ten. Als ich es ge­le­sen ha­be, wuss­te ich so­fort, dass ich das ma­chen will. Wä­re es ein 08/15-Kri­mi ge­we­sen, wo ich ei­ne toughe Kom­mis­sa­rin in Le­der­ja­cke spie­le, hät­te mich das weit­aus we­ni­ger in­ter­es­siert. Da ste­hen teil­wei­se sehr ver­rück­te Din­ge­imD­reh­bu­chun­dich­hat­te gro­ße Lust auf die Rol­le, zu­mal das ein quo­ten­star­kes Prime­time-For­mat ist.“

Vor­be­rei­tet hat sie sich u. a. mit Un­ter­stüt­zung ei­ner Ham­bur­ger Po­li­zis­tin: „Wir ha­ben stun­den­lan­ge Ge­sprä­che ge­führt und ich konn­te sie al­les fra­gen. Ich ha­be das Grund­buch für Po­li­zei­schü­ler ge­le­sen, da­mit ich ei­ne Vor­stel­lung da­von be­kom­me, was ei­ne Per­son wie Bes­sie er­lebt und ge­lernt hat, bis sie zu ih­rem Job ge­kom­men ist.“

Der ers­te Fall für Verena Al­ten­ber­ger als Po­li­zis­tin Eli­sa­beth „Bes­sie“Eyck­hoff im „Po­li­zei­ruf 110“aus Mün­chen

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