Ohr­fei­ge für Ma­cron: Sei­ne Kan­di­da­tin für den EU-Kom­mis­sars­job fiel glatt durch

Kurier - - POLITIK -

Der fran­zö­si­sche Staats­prä­si­dent Em­ma­nu­el Ma­cron muss sich um ei­ne neue Kan­di­da­tin für den Pos­ten ei­ner EU-Kom­mis­sa­rin um­schau­en. Denn sei­ne ur­sprüng­lich ins Ren­nen ge­schick­te Fa­vo­ri­tin, Syl­vie Gou­lard, fiel bei der An­hö­rung im Eu­ro­pa­par­la­ment glatt durch. Nur 29 Ab­ge­ord­ne­te vo­tier­ten für die Fran­zö­sin, 82 stimm­ten ge­gen sie.

Wahr­schein­li­cher Grund der Ab­leh­nung: Lau­fen­de Er­mitt­lun­gen ge­gen die 54-Jäh­ri­ge we­gen Schein­be­schäf­ti­gung so­wie ei­ner mehr­jäh­ri­gen, hoch do­tier­ten Be­ra­ter­tä­tig­keit für die Denk­fa­brik ei­nes Pri­vat­in­ves­tors. We­gen Ers­te­rem war Gou­lard 2017 als Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin zu­rück­ge­tre­ten. Of­fen­sicht­lich sei die Kan­di­da­tin der An­sicht, dass für EU-Kom­mis­sa­re nicht die­sel­ben Stan­dards gel­ten wie für fran­zö­si­sche Mi­nis­ter, so die EVP-Man­da­ta­rin Per­nil­le Weiss.

Es wird auch ge­mun­kelt, dass die Ro­te Kar­te auch Ra­che für das Ver­hal­ten von Ma­cron beim Feil­schen um den Pos­ten des Kom­mis­si­ons­chefs ge­we­sen sein könn­te. Der Prä­si­dent hat­te da­mals Man­fred We­ber (EVP) in die­ser Funk­ti­on ver­hin­dert.

Ma­cron äu­ßer­te sich ent­täuscht über Kom­mis­si­ons­prä­si­den­tin Ur­su­la von der Ley­en. Er mach­te sie mit­ver­ant­wort­lich für die Ab­leh­nung Gou­lards.

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