Es wä­re hoch­ver­dient

Kurier - - WIEN - VON GE­ORG LEYRER ge­[email protected]­rier.at / Twit­ter: @ge­or­gley­rer

St. Pöl­ten muss gar nicht Bil­bao wer­den. Es braucht kei­nen Prunk­bau wie das Gug­gen­heim, da­mit ei­ne Stadt je­nen Dreh schafft, den so vie­le ver­su­chen: weg von längst über­kom­me­nen (Selbst-)Bil­dern hin zu Zu­kunfts­the­men wie Krea­ti­vi­tät, Kunst, Kul­tur, Bil­dung. Linz hat es vor­ge­macht, wie man sich dank Kul­tur­haupt­stadt-Sta­tus ein neu­es Image, ins­be­son­de­re aber auch ei­ne neue Selbst­sicht ver­passt. Und in St. Pöl­ten pas­siert, das muss sich auch bei vie­len Ös­ter­rei­chern erst rum­spre­chen, schon lan­ge er­freu­lich viel Kul­tur. Weit mehr, als in vie­len an­de­ren bis­he­ri­gen oder ak­tu­el­len EU-Kul­tur­haupt­städ­ten. St. Pöl­ten 2024 wä­re hoch­ver­dient und ei­ne will­kom­me­ne Aus­dif­fe­ren­zie­rung der Ost­schwe­re des Lan­des, ein zwei­ter ur­ba­ner Ruck. Und es wä­re un­ter den Kan­di­da­ten die nach­hal­tigs­te Er­zäh­lung: Haupt­stadt ist dort, wo auf Kul­tur ge­setzt wird.

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