Die nack­ten Co­ro­na-Zah­len

Sta­tis­tik. Welt­weit sind mehr als 1,5 Mil­lio­nen Men­schen er­krankt und mehr als 88.000 ge­stor­ben. Ös­ter­reich ist bei den In­fek­tio­nen pro Kopf im­mer noch stark be­trof­fen, nicht aber bei den To­des­zah­len

Kurier - - THE­MA DES TA­GES - VON PILAR ORTEGA (GRA­FIK) UND RICHARD GRASL (TEXT)

Die Co­ro­na-Kri­se ist auch ei­ne Fra­ge der Ma­the­ma­tik: Sel­ten zu­vor wur­den so vie­le Maß­nah­men der Po­li­tik auf Ba­sis sta­tis­ti­scher Mo­del­le ge­trof­fen. Heu­te wird auch ei­ne Stu­die über je­ne Grup­pe von 2.000 Men­schen ver­öf­fent­licht, die als re­prä­sen­ta­ti­ver Qu­er­schnitt Ös­ter­reichs ein noch ge­naue­res La­ge­bild brin­gen soll, was Dun­kel­zif­fer und Durch­seu­chungs­grad be­trifft. In den Ta­bel­len kön­nen Sie ver­glei­chen, wie Ös­ter­reich im Ver­gleich zu an­de­ren Län­dern da­steht: et­wa dass Ös­ter­reich pro Kopf um knapp zehn Pro­zent mehr po­si­tiv Ge­tes­te hat als Deutsch­land und auch eu­ro­pa­weit zu den stär­ker be­trof­fe­nen Ge­bie­ten zählt. Bei der Zahl der To­des­fäl­le pro Ein­woh­ner steht Ös­ter­reich hin­ge­gen bes­ser da. Klar er­sicht­lich ist auch, dass in Län­dern wie Groß­bri­tan­ni­en oder Hol­land die Zahl der To­ten im Ver­hält­nis zu den In­fi­zier­ten um ein Viel­fa­ches hö­her ist. Wo­bei man dar­auf hin­wei­sen muss, dass es durch un­ter­schied­li­che Test-Prak­ti­ken zu Ver­zer­run­gen kom­men kann. Wich­tig ist auch das Da­tum des ers­ten Co­ro­naFalls. Erst da­durch wird klar, wer noch – wie die Tür­kei – ei­nen stär­ke­ren An­stieg vor sich hat.

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