Vor- und Nach­le­se

Kurier - - OBERÖSTERR­EICH -

St. Wolf­gang hat sich er­holt

Auch wenn die für Ge­sund­heit zu­stän­di­ge Lan­des­haupt­mann­stell­ver­tre­te­rin

Chris­ti­ne Ha­ber­lan­der in sym­pa­thi­scher Wei­se selbst­kri­tisch ist und meint, „wir hät­ten bes­ser sein kör­nen“, so hat Ober­ös­ter­reich den Clus­ter in St. Wolf­gang doch gut be­wäl­tigt. Bei 401 Te­s­tun­gen Mon­tag und Di­ens­tag wa­ren nur zwei po­si­tiv. Zu­dem wur­de nun österreich­weit das ver­wirk­licht, was in Ober­ös­ter­reich seit ei­ner Wo­che gang und gä­be ist: Die Zeit der Qua­ran­tä­ne wur­de von zwei Wo­chen auf zehn Ta­ge her­ab­ge­setzt. Auf­grund der po­si­ti­ven Aus­wir­kun­gen hält Ober­ös­ter­reich an der stren­ge­ren Mas­ken­schutz­pflicht fest.

Das Land OÖ un­ter­stützt zu­dem die Wolf­gang­seer Be­trie­be mit ei­ner Mil­li­on Eu­ro.

Ne­ga­ti­ve Er­geb­nis­se von Vor­zei­ge­fir­men

Wäh­rend die ge­sund­heit­li­che Co­ro­na-Kri­se halb­wegs be­wäl­tigt ist, wer­den zu­neh­mend die wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen sicht­und spür­bar.

Der Fa­ser­her­stel­ler

Len­zing rutsch­te im ers­ten Halb­jahr in die Ver­lust­zo­ne. Der Um­satz brach um ein Vier­tel auf 810 Mil­lio­nen Eu­ro ein, das Pe­ri­od­en­er­geb­nis be­läuft sich auf mi­nus 14,4 Mil­lio­nen Eu­ro nach ei­nem Plus von 76,8 Mil­lio­nen in der Vor­jah­res­pe­ri­ode.

Auch die voe­st­al­pi­ne hat es er­wischt. Im ers­ten Quar­tal er­litt der Kon­zern ei­nen Ver­lust nach Steu­ern von 70 Mil­lio­nen Eu­ro nach ei­nem Ge­winn von 90 Mil­lio­nen Eu­ro im Ver­gleich­zeit­raum des Vor­jah­res. An­ge­sichts der Kri­se bau­te das Un­ter­neh­men auch mas­siv Stel­len ab. Der Per­so­nal­stand ver­klei­ner­te sich im Jah­res­ab­stand um 7,3 Pro­zent auf welt­weit 47.894 Mit­ar­bei­ter, „ent­spre­chend der ge­rin­ge­ren Pro­duk­ti­ons­aus­las­tung“. Im Ju­ni wa­ren in Ös­ter­reich 10.400 Mit­ar­bei­ter in Kurz­ar­beit. In der Ober­stei­er­mark will die voe­st­al­pi­ne 500 bis 550 Mit­ar­bei­ter kün­di­gen.

Mit 8,9 Mil­lio­nen Eu­ro ne­ga­tiv ist auch das Halb­jah­res­er­geb­nis des Hör­schin­ger Au­to­zu­lie­fe­rers

po­ly­tec. Im Halb­jahr zu­vor be­trug der Ge­winn noch 10,4 Mil­lio­nen Eu­ro. An man­chen Stand­or­ten gab es auch Pro­duk­ti­ons­stopps. So wur­de das tür­ki­sche Werk Ak­s­a­ray mit 130 Mit­ar­bei­tern dicht­ge­macht, bis En­de des Jah­res soll auch das Werk im nie­der­län­di­schen Put­te mit 190 Stel­len zu­ge­sperrt wer­den.

Ei­nen Er­folg ver­zeich­net die IFN-Un­ter­neh­mens­grup­pe, zu der u.a. die Mar­ke In­ter­norm ge­hört, hat 80 Pro­zent der An­tei­le der Skan­va Group A/S über­nom­men. Das dä­ni­sche Un­ter­neh­men ist aus­schließ­lich im Online-Ge­schäft für Fens­ter und Tü­ren in den Märk­ten Dä­ne­mark, Nor­we­gen und Is­land tä­tig.

Bes­se­re Ein­stu­fung der Jus­tiz­mit­ar­bei­ter

Die Ar­bei­ter­kam­mer hat ei­ne hö­he­re Ein­stu­fung für 20 Jus­tiz­mit­ar­bei­ter und ei­ne Nach­zah­lung von 200.000 € er­reicht. Der Obers­te Ge­richts­hof gab ih­rer ge­mein­sam mit dem Be­triebs­rat ein­ge­brach­ten Kla­ge recht. Die Jus­tiz­be­treu­ungs­agen­tur ist Per­so­nal­dienst­leis­te­rin für die Jus­tiz und stellt die Be­schäf­tig­ten u.a. im Straf­voll­zug, bei der Fa­mi­li­en­und Ju­gend­ge­richts­hil­fe oder als Amts­dol­met­scher zur Ver­fü­gung.

St. Wolf­gang hat den Vi­rus wie­der im Griff

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