Aus­stel­lung. Wal­ter Kainz zeigt in der ga­le­rie20ger­haus Bil­der, die bei ei­nem Traun­see-Sym­po­si­um ent­stan­den Über den Fluss des Le­bens

Kurier - - MENSCHEN - VON JO­SEF ERTL

Es war die drit­te Ver­nis­sa­ge von Kainz, die co­ro­nabe­dingt aus­ge­fal­len ist. Statt­des­sen gab es Frei­tag­nach­mit­tag ei­nen Rund­gang in der ga­le­rie20ger­haus in der Be­zirks­stadt Ried im Inn­kreis. Wal­ter Kainz, Bild­hau­er und Ma­ler aus Pra­met, hat dort Bil­der aus­ge­stellt, die 2019 bei ei­nem Sym­po­si­um im ehe­ma­li­gen Klos­ter Traun­kir­chen ent­stan­den sind. Ti­tel: „Aus sil­ber­nen Was­sern.“Im Traun­see trieb da­mals viel Schwemm­holz, die ihn zu Re­fle­xio­nen über das Was­ser, über die Ver­gäng­lich­keit und den Fluss des Le­bens an­ge­regt ha­ben. Da­zu kom­men noch Zeich­nun­gen, die Kainz bei ei­nem vier­wö­chi­gen Auf­ent­halt in Pa­lia­no (70 km süd­lich von Rom) an­ge­fer­tigt hat.

Wer­ke von Kainz sind der­zeit auch bei ei­ner Aus­stel­lung in Fürs­ten­feld­bruck

bei Mün­chen zu se­hen, die dem The­ma Na­tur ge­wid­met ist und an der meh­re­re Lin­zer Künst­ler be­tei­ligt sind.

Was be­deu­tet das Vi­rus für Kainz, der mit sei­ner Frau Marion Ki­lia­no­witsch am Ran­de des Haus­ruck­wal­des lebt? „Wir sind nur ein­mal pro Wo­che ein­kau­fen ge­fah­ren. Un­se­re Toch­ter hat Ho­me­of­fice ge­macht und die Ver­nis­sa­ge für die Aus­stel­lung in Prig­g­litz (Gut Gas­teil) ist ab­ge­sagt wor­den.“Gibt es fi­nan­zi­el­le Ein­bu­ßen? „Ja, man merkt es schon, die Leu­te hal­ten sich zu­rück. Bei der Kunst wird gleich ge­spart.“Das Land Ober­ös­ter­reich ha­be drei sei­ner Ar­bei­ten auf Pa­pier an­ge­kauft, eben­so Stü­cke von sei­ner Frau Marion, die eben­falls Künst­le­rin ist. „Wir sind auch mit je­weils ei­nem Ex­em­plar in der Aus­stel­lung im Lin­zer Schloss ver­tre­ten“, er­zählt er. Er emp­fiehlt den Aus­stel­lungs­be­such,

denn bei die­ser Schau er­hal­te man ei­nen sehr gu­ten Über­blick über die ober­ös­ter­rei­chi­sche Kunst­sze­ne.

Was wünscht er sich? „Dass die­se Zeit (Co­ro­na,

Anm.) um­i­geht“. Mit die­sem Wunsch ist er wahr­lich nicht al­lein. Die Aus­stel­lung läuft bis

5. Sep­tem­ber (Frei­tag 15 bis 18 Uhr, Sams­tag von 10 bis 12 Uhr). Der Künst­ler ist am

21. und 22. Au­gust per­sön­lich an­we­send.

Wal­ter Kainz mit sei­ner Frau Marion Ki­lia­no­witsch

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