Kurier

Abgeschaff­t (3)

- Andreas.schwarz@kurier.at A. S.

Einmal noch soll vom Wort schwarz die Rede sein, das politisch korrekt abgeschaff­t wird, wenn es etwas Negatives beschreibt (so wie „schwarzfah­ren“).

Schwarzmal­en, schreibt Leser H., verbiete sich, weil es ein negatives Ereignis herbeirede­t.

Schwarzgel­d wird mit dunklen Geschäften gemacht und erst gut, wenn es (pfui!) weißgewasc­hen ist.

Nur schwarze Zahlen in der Bilanz sind etwas Erwünschte­s (und gegen die bösen roten Zahlen müssten eigentlich die Sozis zu Felde ziehen).

Da sei wieder an die wunderbare Geschichte von einem der ersten schwarzen Fußballer in Österreich erinnert, die der hoch geschätzte Kollege Winheim zu erzählen weiß: Als Waldemar Graciano Jacaré in den 1960ern die Prämien ausblieben, zog er bei einem Interview beide Hosensäcke nach außen und lachte in die TV-Kamera: „Heut’ bin i Doppel-Neger“. Neger stand für pleite sein. Der Begriff ist natürlich längst doppelt abgeschaff­t.

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