Die Wm-geg­ner

Kurier Magazine - Handball - - INHALT - – PHIL­IPP AL­BRECHTS­BER­GER

Der Te­am­chef ana­ly­siert die Vor­run­de in Herning

Te­am­chef Pat­re­kur Jóhan­nes­son er­klärt am Bei­spiel der Wm-vor­run­de, wie er Ös­ter­reichs Geg­ner ana­ly­siert, wor­auf er ach­tet – und was die Her­aus­for­de­run­gen für die Öhb-aus­wahl im Jän­ner in Herning sein wer­den.

Die An­sa­ge­von Pat­re­kur Jóhan­nes­son ist un­miss­ver­ständ­lich: „Wir fah­ren nach Herning, um un­ter die Top drei zu kom­men. Das ist mitt­ler­wei­le un­ser An­spruch.“Der Ein­zug un­ter die Top drei der Wm-vor­run­de wür­de den Auf­stieg in die Haupt­run­de be­deu­ten. Kein ein­fa­ches Un­ter­fan­gen, im­mer­hin war­ten auf das Na­tio­nal­team mit Gast­ge­ber Dä­ne­mark und Nor­we­gen zwei Grö­ßen des Welt­hand­balls so­wie mit Sau­di-ara­bi­en, Chi­le und Tu­ne­si­en Exo­ten be­zie­hungs­wei­se ge­fähr­li­che Au­ßen­sei­ter.

Mit der Ana­ly­se von Auf­takt­geg­ner Sau­di-ara­bi­en ha­be Jóhan­nes­son be­reits be­gon­nen. „Du hast im­mer den nächs­ten Geg­ner im Kopf“, sagt der 46-Jäh­ri­ge. Will man in die Haupt­run­de, dür­fen die Sau­dis nicht zum Stol­per­stein wer­den. „Sau­di-ara­bi­en ist schon ei­ne an­de­re Handball-kul­tur. Da geht es we­ni­ger um mann­schaft­li­che Tak­tik als um In­di­vi­dua­li­tät. Sie spie­len sehr vie­le un­ter­schied­li­che Sys­te­me in ei­nem Spiel. Im An­griff sind sie schwie­rig zu ana­ly­sie­ren, weil man we­nig Struk­tur in ih­ren An­grif­fen er­kennt“, er­klärt er.

An­ders als Ka­tar, Ös­ter­reichs Geg­ner im Wm-ach­tel­fi­na­le 2015, ver­zich­tet Sau­di-ara­bi­en auf ein­ge­bür­ger­te Spie­ler aus Eu­ro­pa. „Handball spie­len kön­nen die aber den­noch.“

Der Auf­wand, den Jóhan­nes­son und sein Be­treu­er­team be­trei­ben, ist enorm. Bei der EM in Kroa­ti­en ana­ly­sier­ten sie 13 Spie­le al­lei­ne von Weiß­russ­land. Die Vi­deo­se­quen­zen für die Be­spre­chun­gen mit der Mann­schaft zu schnei­den, dau­ert pro Spiel rund drei bis vier St­un­den.

AL­TE BE­KANN­TE. Das Spiel der Nor­we­ger und Dä­nen ken­ne man na­tür­lich bes­ser. Die Ana­ly­se daue­re den­noch kaum kür­zer: „Ge­gen die gro­ßen Na­tio­nen geht es um je­des klei­ne De­tail – und das dau­ert.“

Das letz­te Grup­pen­spiel ge­gen Tu­ne­si­en se­hen vie­le als ent­schei­den­des im Kampf um den Auf­stieg, doch Jóhan­nes­son warnt: „Es wä­re fa­tal und leicht­sin­nig, wenn wir so den­ken wür­den.“Die Her­aus­for­de­rung sei der Spiel­plan mit fünf Par­ti­en in sie­ben Ta­gen. „Tak­tik und Tech­nik sind enorm wich­tig, aber das Ent­schei­den­de bei ei­ner Wm-end­run­de sind Fit­ness und men­ta­le Fri­sche“, ist Pat­re­kur Jóhan­nes­son über­zeugt.

Der Su­per­star: Paris-pro­fi Mik­kel Han­sen von den Dä­nen

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