ALPLA HC Hard

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Die Vor­arl­ber­ger stel­len den Hand­bal­ler des Jah­res

Do­mi­nik Schmid ist erst­mals Ös­ter­reichs Hand­bal­ler des Jah­res. Der 28-Jäh­ri­ge ist im Spiel des HC Hard der Mann für die ent­schei­den­den Mo­men­te. Im Li­ga-Fi­na­le fehl­te er ver­letzt – und prompt wur­den die Vor­arl­ber­ger ent­th­rohnt.

Er ge­hör­te we­der der Meis­ter­mann­schaft an, noch trat er in der Fi­nal­se­rie in Er­schei­nung. Trotz­dem wur­de Do­mi­nik Schmid zu Ös­ter­reichs Hand­bal­ler des Jah­res ge­wählt.

Nach fünf Aus­zeich­nun­gen in Fol­ge für Fi­vers-Spiel­ma­cher Vy­tas Zi­ura schlug heu­er die St­un­de des Ka­pi­täns von Hard. „Es sind vie­le gro­ße Na­men in der Lis­te“, sagt der 28-jäh­ri­ge Rück­raum­spie­ler zur für ihn et­was un­er­war­te­ten Aus­zeich­nung. „Ich ha­be nicht da­mit ge­rech­net, weil wir den Meis­ter­ti­tel ver­passt ha­ben. Der Meis­ter­ti­tel ist am wich­tigs­ten. Ich wür­de mei­ne Wahl, so sehr sie mich auch freut, ge­gen den Meis­ter­ti­tel ein­tau­schen.“Wie wich­tig Do­mi­nik Schmid für das Har­der Spiel ist, zeig­te sich im Sai­son­fi­nish: Er fehl­te sei­ner Mann­schaft an al­len Ecken und En­den. Im Früh­jahr wa­ren die Vor­arl­ber­ger Ti­tel­fa­vo­ri­ten noch durch die Bo­nus­run­de der Li­ga ge­stürmt, im Cup-Be­werb war man eben­falls ei­ne Klas­se für sich (sie­he Zu­satz­ar­ti­kel rechts). Im Halb­fi­na­le der Meis­ter­schaft war dann aber die Sai­son für Do­mi­nik Schmid ab­rupt zu En­de. Ei­ne Bän­der­ver­let­zung, zu­ge­zo­gen im zwei­ten Halb­fi­na­le ge­gen West­wien, zwang den Top­s­corer der Har­der zum Zu­schau­en. Zu­nächst sah er sei­ne Mann­schaft noch ins End­spiel auf­stei­gen – doch schon ge­gen die West­wie­ner ta­ten sich die Fa­vo­ri­ten schwer. Im Ent­schei­dungs­spiel muss­te man vor ei­ge­nem Pu­bli­kum in der Sport­hal­le am See in die Ver­län­ge­rung. Zu­vor hat­te es im Auf­takt­spiel der Halb­fi­nal­se­rie be­reits die ers­te Heim­nie­der­la­ge nach 724 Ta­gen ge­ge­ben.

In der Fi­nal­se­rie ge­gen die Fi­vers aus Mar­ga­re­ten fan­den die Har­der schließ­lich ih­ren Meis­ter (1:3).

NEU­START. Es folg­te ein klei­ner Um­bruch. Als neu­en Trai­ner ver­pflich­te­te Ös­ter­reichs Topklub der ver­gan­ge­nen Jah­re den Deut­schen Klaus Gärt­ner. Der 43-Jäh­ri­ge ist ein aus­ge­wie­se­ner Fach­mann: Er war Co-Trai­ner beim zwei­fa­chen deut­schen Meis­ter Rhein-Neckar Lö­wen, da­vor lei­te­te Gärt­ner die Nach­wuchs­ab­tei­lung des ehe­ma­li­gen Cham­pi­ons-Le­ague-Sie­gers Flens­burg-Han­de­witt.

Im Schlepp­tau hat­te Gärt­ner auch das 18-jäh­ri­ge Lö­wen-Ta­lent Theo Sur­b­lys. Da­zu dür­fen sich die Har­der Fans und Do­mi­nik Schmid auf ei­ne Fa­mi­li­en­zu­sam­men­füh­rung freu­en: Bru­der Ma­nu­el kehr­te nach der Be­en­di­gung sei­nes Stu­di­ums aus Inns­bruck zu­rück an den Bo­den­see. Der All­roun­der könn­te für die Vor­arl­ber­ger in der neu­en Sai­son noch zum wert­vol­len Trumpf wer­den. Wie es so oft auch schon Bru­der Do­mi­nik war.

Bes­ter Wer­fer: Do­mi­nik Schmid ist Mo­tor und Voll­stre­cker im Spiel des HC Hard

Schwie­rig zu be­zwin­gen: Har­dGo­a­lie Do­knic

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