Le­ser fra­gen – Ex­per­ten ant­wor­ten

The­ma: Haut­ge­sund­heit

Kurier Magazine - Herz - - INHALT -

Meer trotz Son­nen­all­er­gie

Ich lei­de un­ter ei­ner Son­nen­all­er­gie, möch­te im Som­mer aber ans Meer nach Kroa­ti­en fah­ren. Was kann ich im Vor­feld tun und auf was muss ich dann dort ach­ten? ge­fragt von Ma­ria N. Wi­en

Die Po­ly­mor­phe Licht­der­ma­to­se, im Volks­mund als „Son­nen­all­er­gie“be­kannt, ist ein durch Uv-licht her­vor­ge­ru­fe­ner, stark ju­cken­der Haut­aus­schlag an son­nen­ex­po­nier­ten Stel­len der Haut. Im Vor­feld des Urlaubs ist es wich­tig, ab­rup­te star­ke Son­nen­be­strah­lung zu ver­mei­den – ge­wöh­nen Sie Ih­re Haut lang­sam in klei­nen Schrit­ten an die Son­ne. Da­bei ist es rat­sam, ein öl­frei­es Son­nen­schutz­pro­dukt mit ho­hem Schutz­fak­tor (30 bis 50) zu ver­wen­den, die meis­ten gän­gi­gen Her­stel­ler bie­ten ent­spre­chen­de Prä­pa­ra­te spe­zi­ell für son­nen­all­er­gi­sche Haut an. In schwe­ren Fäl­len kann ein so­ge­nann­tes „Light Har­de­ning“, ei­ne spe­zi­el­le Form der me­di­zi­ni­schen Uv-be­strah­lung vor dem Som­mer sinn­voll sein. Wäh­rend des Urlaubs kann die re­gel­mä­ßi­ge Ein­nah­me ei­nes vom Arzt­ver­schrie­be­nen­an­ti­hist­ami­ni­kums­das Auf­tre­ten der Son­nen­all­er­gie ver­hin­dern. Kommt es den­noch zum ty­pi­schen Aus­schlag, hel­fen nur noch das kon­se­quen­te Mei­den der Son­nen­be­strah­lung und juck­reiz­stil­len­de, ent­zün­dungs­hem­men­de Cre­mes. Trotz des ty­pi­schen Auf­tre­tens im Früh­som­mer und des kla­ren Zu­sam­men­hangs zur Son­nen­ex­po­si­ti­on ist ei­ne fach­ärzt­li­che Ab­klä­rung ei­ner Son­nen­all­er­gie durch den Der­ma­to­lo­gen wich­tig, da ge­wis­se an­de­re Haut- und Sys­te­mer­kran­kun­gen eben­so mit ei­ner er­höh­ten Son­nen­emp­find­lich­keit ein­her­ge­hen kön­nen. Durch die Ver­schrei­bung pas­sen­der Me­di­ka­men­te und Cre­mes für die Rei­se­apo­the­ke kön­nen auch Sie als Son­nen­all­er­gi­ker ei­nem un­be­schwer­ten Ba­de­ur­laub ent­ge­gen­bli­cken.

Un­rei­ne Haut und Ak­ne

Mei­ne Toch­ter (15) lei­det un­ter un­rei­ner Haut und Ak­ne, vor al­lem im Ge­sicht – was kann man am bes­ten da­ge­gen tun? ge­fragt von Bar­ba­ra H., Graz

Die Ba­sis je­der Ak­nethe­ra­pie stellt ei­ne pas­sen­de Rei­ni­gungs-und Pfle­ge­rou­ti­ne der Haut dar. Spe­zi­el­le Rei­ni­gungs­pro­duk­te, wel­che die Haut gründ­lich rei­ni­gen, über­schüs­si­gen Talg ent­fer­nen so­wie ent­spre­chen­de Feuch­tig­keitscremes, die der über­mä­ßi­gen­talg­pro­duk­ti­o­nund­ver­hor­nung der Haut ent­ge­gen­wir­ken und ei­nen leicht ent­zün­dungs­hem­men­den Ef­fekt ha­ben, sind in der Apotheke frei er­hält­lich und bei leich­ten Ak­ne­for­men oft ziel­füh­rend. Bei star­ker Au­s­prä­gung der Ak­ne soll­ten Sie mit Ih­rer Toch­ter un­be­dingt der­ma­to­lo­gi­schen Rat ein­ho­len. Es gibt ei­ne Viel­zahl von ver­schrei­bungs­pflich­ti­gen, lo­kal an­zu­wen­den­den Prä­pa­ra­ten, die ei­ne deut­li­che Bes­se­rung bzw. Nor­ma­li­sie­rung auch bei tie­fer Ak­ne be­wir­ken. Bei man­chen For­men der Ak­ne, be­son­ders bei star­ken Ent­zün­dun­gen, so­wie bei der Ge­fahr der Nar­ben­bil­dung ist ei­ne me­di­ka­men­tö­se The­ra­pie mit An­ti­bio­ti­ka oder Vitamin-a-säur­e­pro­duk­ten un­ter eng­ma­schi­ger fach­ärzt­li­cher Kon­trol­le un­er­läss­lich.

Mut­ter­mal­kon­trol­le

Wie oft soll man ei­gent­lich zur Mut­ter­mal­kon­trol­le? Kommt das auf den Haut­typ an? Ich bin ein eher dunk­ler Typ mit we­ni­gen Mut­ter­ma­len. ge­fragt von Han­nes K., Ei­sen­stadt

Haut­krebs ist heil­bar, wenn er früh­zei­tig er­kannt wird! Die Selbst­un­ter­su­chung Ih­rer Haut soll­ten Sie re­gel­mä­ßig, min­des­tens 2x jähr­lich, durch­füh­ren. Ach­ten Sie auf neu auf­ge­tre­te­ne oder sich in Far­be, Form und Grö­ße ver­än­dern­de Mut­ter­ma­le. Die Mut­ter­mal­kon­trol­le durch den Haut­arzt wird ge­ne­rell ein­mal jähr­lich emp­foh­len. Da­bei ver­wen­det der Der­ma­to­lo­ge ein so­ge­nann­tes Der­ma­toskop, das ei­nen Ein­blick auch in tie­fe­re Haut­schich­ten ge­währt. So­mit kön­nen Ve­rän­de­run­gen­früh­zei­tig,oft­be­vor­sie­mit­freie­mau­ge sicht­bar wer­den, er­kannt und be­han­delt wer­den. Bei spe­zi­el­len Ri­si­ko­grup­pen (Men­schen mit sehr hel­ler, son­nen­emp­find­li­cher Haut, be­son­ders vie­len Mut­ter­ma­len, ho­her Uv-be­las­tung in Be­ruf oder Frei­zeit oder wenn ein Fa­mi­li­en­mit­glied von Haut­krebs be­trof­fen war) emp­fiehlt sich ei­ne halb­jähr­li­che Kon­trol­le durch den Der­ma­to­lo­gen.

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