Ge­sund­heit in Tröpf­chen

Pflanz­li­che Öle sind wah­re Ge­sund­heits­eli­xie­re

Kurier Magazine - Kinder - - Inhalt -

» Fett hat all­ge­mein ei­nen schlech­ten Ruf. Es gilt als Ur­sa­che für Über­ge­wicht, als Aus­lö­ser von Herz-kreis­lauf-er­kran­kun­gen und als Mit­ver­ur­sa­cher von Dick­darm­krebs und er­höh­tem Cho­le­ste­rin. Da­bei sind Fet­te – ne­ben Koh­len­hy­dra­ten und Ei­wei­ßen – Haupt­be­stand­teil un­se­rer Er­näh­rung und die­nen nicht nur als En­er­gie lie­fe­ran­ten, son­dern si­chern le­bens­not­wen­di­ge Or­ga­nis­men im mensch­li­chen Kör­per. „Sie sind Trä­ger fett­lös­li­cher Vit­ami­ne, ver­sor­gen ihn mit es­sen­zi­el­len Fett säu­ren, die­nen als schutz in­ne­rer or­ga­ne und be­wah­ren uns vor Wär­me ver­lust und Aus­trock­nung“, sagt Fried­rich Hop­pi­ch­ler, Vor­stand In­ne­re Me­di­zin am Kran­ken­haus der Barm­her­zi­gen Brü­der Salz­burg. Dass Fet­te – egal ob pflanz­li­che oder tie­ri­sche – al­le­samt ei­nen ne­ga­ti­ven bei­ge­schmack ha­ben, fin­det er so­mit nicht rich­tig. Das Vor­ur­teil rüh­re da­her, dass Fett als Ge­schmacks­trä­ger be­son­ders ger­ne ver­zehrt wird, was im Über­maß da­zu füh­re, dass der An­teil an De­pot­fett im Körp er­steigt und dies zu zi­vi­li­sat ions­krank­hei­ten füh­ren kann, meint der Ex­per­te. Aber nicht nur die Men­ge macht das Gift, son­dern auch ins­be­son­de­re die Qua­li­tät. So meint in­tern is­t­hopp ich- ler,d ass die Über­le­gen­heit der pflanz­li­chen öle–im ge­gen­satz zu den tie­ri­schen– in den( ein­fach und mehr­fach) un­ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren liegt, die ei­nen po­si­ti­ven Ein­fluss auf die Blut­fet­te aus­üben und nicht wie die ge­sät­tig­ten den Cho­le­ste­rin spie­gel er­hö­hen. Der Un­ter­schied z wi­sche nun- ge­sät­tig­ten und ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren liegt in der che­mi­schen Struk­tur. „Ge­sät­tig­te Fett­säu­ren be­sit­zen im Ge­gen­satz zu un­ge­sät­tig­ten, das sind über­wie­gend Schmalz, But­ter, Palm­kern­fett und Ko­kos­fett, kei­ne Dop­pel­bin­dung“, sagt Diä­to­lo­gin Birgit Brun­ner. Da­ser­klär­tauch, war­um­ge­ra­de Ko­kos­öl in letz­ter Zeit in Ver­ruf ge­kom­men ist. Wie viel Fett­säu­re in ei­nem Fett ent­hal­ten ist, kann der Kon­su­ment auch ein­fach selbst her­aus­fin­den: Je flüs­si­ge­re in fett ist, des­to mehr un­ge­sät­tig­te Fett säu­ren sind ent­hal­ten. Den­noch ist vor­sicht ge­bo­ten, mein­tHop pi chl er, denn pflanz­li­che Fet­te ha­ben nicht die­sel­ben ge­sund­heits­för­dern­den Ei­gen­schaf­ten wie pflanz­li­che Öle. „Wenn flüs­si­ge Pflan­zen öl ein fes­te, streich­fä­hi­ge Fet­te wie zum bei­spiel mar­ga­ri­ne über­ge­führt, die­se al­so ge­här­tet wer­den, wird ein Teil der im Öl ent­hal­te­nen un­ge­sät­tig­ten fett säu­ren in ge­sät­tig­te um­ge­wan­delt, wo­bei auch die schäd­li­chen, so ge­nann­ten Trans-fett säu­ren ent­ste­hen“, meint der Fach­arzt.

AL­LES OME­GA.

Der Vor­teil von mehr­fach un­ge­sät­tig­ten Fett­säu­ren liegt dar­in, dass Ome­ga-3- so­wie Ome­ga6-Fett­säu­ren ent­hal­ten sind, die vom Kör­per nicht selbst auf­ge­baut »

Nur nicht zu viel Öl über den Sa­lat und we­nig Frit­tier­tes: Wer auf ei­nen ge­sun­den Le­bens­stil ach­tet, ver­mei­det meist auch Fett. Da­bei sind pflanz­li­che Öle oft wah­re Ge­sund­heits­eli­xie­re – wenn man sie rich­tig ein­setzt. VON JU­LIA GSCHMEIDLER

„Wie über­all gilt: Al­les Ein­sei­ti­ge und Ex­tre­me ist nicht von Vor­teil, die Aus­ge­wo­gen­heit zählt!“Univ.- Prof. Prim. Dir. Dr. Fried­rich Hop­pi­ch­ler, Vor­stand SIPCAN – Initia­ti­ve für ge­sun­des Le­ben

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