GREN­ZEN ÜBER­WIN­DEN

PARKOUR UND FREERUNNING

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„Es ist ei­ne Be­we­gungs­kunst, mit der man ver­sucht, krea­tiv oder ef­fi­zi­ent Hin­der­nis­se zu über­win­den“, er­klärt Pa­me­la Fors­ter die Sport­art, die sie zu ih­rem Be­ruf ge­macht hat. In der Stadt springt sie über Bän­ke und Mau­ern, in der Hal­le über Käs­ten – Gren­zen gibt es für die 31-Jäh­ri­ge nicht. Frü­her hat sie im Bü­ro Mar­ke­ting­agen­den ei­nes Fuß­ball­ver­eins ge­ma­nagt, heu­te führt sie stunts­fürtv- for­ma­te wie„ tat­ort“oder „Kot­tan er­mit­telt“aus. An­ge­fan­gen hat die ge­bür­ti­ge Nie­der ös­ter­rei­che­rin ei­gent­lich mit neun Jah­ren als Kunst­tur­ne­rin, so hat sie auch ers­te ar­tis­ti­sche er­fah­run­gen ge­macht. Über ei­nen kurs wäh­rend ih­res sport wis­sen­schaft stu­di­ums na­mens free­sty­lem­ove hat sie dann ih­re wah­re Lei­den­schaft ent­deckt, Parkour und Freerunning, und war da­mit in ei­nem män­ner do­mi­nier­ten Um­feld .„ Es gab schon die­sen Üb er ra­schungs­ef­fektb ei­den Män­nern, wenn ich ge­nau den­sel­ben Vor­wärts sal­to ge­macht ha­be wie sie “, sagt Fors­ter re­tro­spek­tiv. Aber ei­gent­lich sei das bei­di es er­we der­lei stungs-no ch wett­kampf be­zo­ge­nen Sport­art auch kom­plett egal. „In un­se­rer Ge­sell­schaft tra­gen im­mer Män­ner die schwe­ren Sa­chen – die­ses Bild soll­ten wir über­den­ken. Frau­en kön­nen das genau­so“, sagt sie. Ihr täg­li­ches Trai­ning ist sehr viel­sei­tig auf­ge­baut, ne­ben Parkour übt sie auch das Rauf­klet­tern, von hoch oben Run­ter­fal­len so­wie Kampf­sport. Es sei­en kei­ne Gren­zen vor­ge­ge­ben, man kön­ne sich frei krea­tiv be­we­gen und es wür­den im­mer neue tricks er­fun­den. Aber ge­ra­de das Run­ter fal­len von ei­ner ho­hen Dis­tanz ist ei­ne Über­win­dung für die Sport­le­rin. „Ei­gent­lich ha­be ich Hö­hen­angst. Wenn ich wor­auf klet­te­re, ist das ad­re­na­lin pur. Ab erich muss michüb er­win­den und wenn ich es schaf­fe, kann kei­ne Dro­ge die­ses ge­fühl er­set­zen “, sagt sie. Das ri­si­ko, das sieb ei man­chen sprün­gen ein­geht, sieht sie mi­ni­mal. Wich­tig sei, viel Er­fah­rung mit­zu­brin­gen und sich selbst gut ein­schät­zen zu kön­nen. „Nie­mand will so­fort von ei­nem Hoch­haus zum an­de­ren sprin­gen“, re­la­ti­viert Fors­ter.

Pa­me­la Fors­ter ist Ös­ter­reichs ers­te Freerun­ne­rin, die von ih­rer Sport­art le­ben kann. So er­lebt sie täg­lich ei­nen Ad­re­na­lin­schub.

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