Schnup­per­stun­de

SCHNUP­PER­STUN­DE

Kurier Magazine - Seltene Krankheiten - - Inhalt - VON JU­LIA GSCHMEIDLER

Yo­ga auf dem Pad­del­board

Pad­del­board statt Yo­ga­mat­te: Beim Stand-up-paddling-yo­ga sorgt die durch das Was­ser aus­ge­lös­te In­sta­bi­li­tät für mehr Kraft, Ba­lan­ce und Fle­xi­bi­li­tät.

Wer denkt, dass er mit Yo­ga in der Sau­na, in von der De­cke hän­gen­den Tü­chern oder mit Zie­gen al­les kennt, irrt. Ei­ne be­son­ders im Som­mer be­lieb­te Form der As­a­nas-aus­übung ist die am was­ser–und zwar am pad­del­board. Wäh­rend man beim st an d-upP­addl ing ste­hend am Fluss, See oder Meer pad­delt, ist das SUP-YO­GA ei­ne Kom­bi­na­ti­on aus gleich­ge­wichts trai­ning und klas­si­schen yo­ga- übun­gen. „Der Un­ter­schied zum Yo­ga am Land ist nur, dass es wa­cke­li­ger ist. Und dass man in­der Na­tur ist “, sagt Ju­lia Hof­gart­ne rund ge­rät ins schwär­men. Die stu­dier­te Ju­ris­tin hat die in­di­sche Me­di­ta­ti­ons- und Be­we­gungs­leh­re erst als Aus­gleich zur Ar­beit ge­se­hen, bis sie ih­ren Bü­ro­job hin­schmiss und sich im Rah­men ei­ner Rei­se in Ba­li zur Yo­gal­eh­re­rin aus­bil­den ließ. Weil die Wie­ne­rin je­doch ei­ne Was­ser­rat­te ist, ger­ne taucht und surft, hat sie auch Yo­ga am Pad­del­board pro­biert und war be­geis­tert.

NATURERLEBNIS.

Seit ver­gan­ge­nem Som­mer un­ter­rich­tet Ju­lia Hof­gart­ner Yo­ga auch am Was­ser, der­zeit beim SUP Cen­ter an der Neu­en Donau. Ne­ben den Yo­ga­k­las­sen sams- tag­vor­mit­tags ist auch ein­mal im Mo­nat ei­ne Abend­stun­de da­bei, bei der der Son­nen­un­ter­gang für ei­ne be­son­ders schö­ne Ku­lis­se sorgt. Das Na­tur­er­leb­ni­sist­das, was­den­meis­ten Teil­neh­mern am bes­ten ge­fällt: die flie­ßen­de Be­we­gung and er­fri­schen Luft, ver­stärkt durch die Ele­men­te Was­ser und son­ne .„ letz­tens hat ei­ne kurs teil­neh­me­rin ge­sagt, dass sie sich noch nie so ent­spannt ge­fühlt hät­te und dass die Be­we­gung vom Was­ser un­ter­halb und die Son­ne auf der Haut so toll sei­en“, er­zählt Hof­gart­ner. Bei den Yo­ga­stun­den, die sie im Wie­ner Au­gar­ten oder auf ih­rer Dach­ter­ras­se gibt, merkt sie oft, dass die Leu­te ab ei­nem ge­wis­sen Punkt Rou­ti­ne be­kom­men und dann ger­ne mit den ge­dan­ken ab­schwei­fen–was beim Yo­ga ei­gent­lich ein­no-go­ist.Hi er dreht sich näm­lich al­les um Acht­sam­keit und dar­um, im Mo­ment bei sich selbst zu sein. „Da­durch, dass die Leu­te beim SUP-YO­GA ei­nen in­sta­bi­len Un­ter­grund ha­ben, sind sie ge­zwun­gen, per­ma­nent prä­sent zu sein“, sagt die Yo­gal­eh­re­rin. 1,5 Stun­den voll da­zu sein, da sind viel eder Teil­neh­mer un­se­rer Mul­ti­tas­king ge­sell­schaft auch stolz auf sich.

AUCH FÜR AN­FÄN­GER.

Auch wenn es von vor­teils ei,scho nein ma­lyo ga­ge­macht zu ha­ben, kön­nen auch An­fän­ger vor­bei­kom­men. Ne­ben Ge­schick­lich­keit, Me­di­ta­ti­on und Mus­kel auf­bau zäh­len bei Yo­ga am Was­ser näm­lich vor al­lem der spaß und die ent­span­nung .„ Es ist noch nie je­mand trau­rig nach Hau­se ge­gan­gen“, sagt Hof­gart­ner glück­lich und pad­delt auf dem Bo­ard zu ih­rer nächs­ten Stun­de.

„Durch das stän­di­ge Aus­ta­rie­ren wird die Tie­fen­mus­ku­la­tur be­an­sprucht. Da hast du am nächs­ten Tag ei­nen Mus­kel­ka­ter von Übun­gen, die du sonst als nicht an­stren­gend emp­fin­dest.“Mag. Ju­lia Hof­gart­ner, Yo­gal­eh­re­rin

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