Ge­mein­sam im Boot

Den­nis No­vak über sei­ne Freund­schaft mit Do­mi­nic Thiem

Kurier Magazine - Tennis - - Inhalt -

» Als Num­mer 225 ge­star­tet und nun auf Platz 143, zwi­schen­zeit­lich so­gar die Num­mer 130. Den­nis No­vak darf auf ein gu­tes Jahr zu­rück­bli­cken. Nicht in die­ser Sta­tis­tik auf­ge­nom­men sind die Er­fol­ge im Da­vis­cup. Ge­gen Russ­land­schlug­der­wahl-bur­gen­län­der(er wohnt mitt­ler­wei­le in Neu­feld) über­ra­schend And­rej Ru­blew, ge­gen Aus­tra­li­en mit Alex De­mi­n­au­rei­nen wei­te­ren Spie­ler, der sich das Prä­di­kat Jung­star ver­dient. No­vak war al­so da­mit ei­ner der Mit­ver­ant­wort­li­chen für die Rück­kehr in die Welt­grup­pe. Im Ten­nis-jahr­buch blickt der 25jäh­ri­ge Schütz­ling von Gün­ter Bres­nik und Wolf­gang Thiem zu­rück und plau­dert auch über Din­ge, die nicht mit sei­nem Be­ruf ver­bun­den sind.

Sind Sie mit Ih­rer Sai­son zu­frie­den? Den­nis No­vak:

Ge­ne­rell kann ich zu­frie­den sein, es war si­cher mei­ne bes­te Sai­son und ich ha­be ei­nen gro­ßen Sprun­gim­ran­king­ge­macht. Die­paar Aus­rut­scher muss ich in Zu­kunft noch mi­ni­mie­ren.

Was war das High­light Ih­rer Sai­son?

Si­cher der Ein­zug in die drit­te Run­de von Wim­ble­don als Qua­li­fi­kant. Da­mals ha­be ich plötz­lich Hun­der­te SMS mehr be­kom­men. Und na­tür­lich der Sieg in Graz ge­gen Alex De Min­aur, das war ei­ne tol­le At­mo­sphä­re.

Sind Sie beim Da­vis­cup ge­gen Chi­le am 1. und 2. Fe­bru­ar in Salz­burg da­bei?

Selbst­ver­ständ­lich, wenn ich auf­ge­stellt wer­de, das hof­fe ich aber. Es wä­re ei­ne­gro­ße­sa­che, wenn­wir­beim­fi­nal­tur­nier im No­vem­ber in Ma­drid da­bei sein könn­ten. Man­muss sich das Gan­ze üb­ri­gens ein­mal an­schau­en, erst da­nach kann man ur­tei­len.

Chal­len­ger-tur­nie­ren lief es nicht ganz so gut. Fehl­te da ein biss­chen die Mo­ti­va­ti­on?

Nein, so schlecht war das nicht, ich ha­be drei Mal Halb­fi­na­le ge­spielt und stand oft im Vier­tel­fi­na­le. Schlecht lief es nur dann, wenn ich di­rekt vom Da­vis­cup zu ei­nem Tur­nier ge­kom­men bin, wo ich mich nicht ein­spie­len konn­te. Ir­gend­wann bin ich von der Meis­ter­schaft di­rekt nach por­tu­gal ge­kom­men und ha­be dort ei­nen Scheiß ge­spielt. Wenn ich ei­ne län­ge­re Vor­be­rei­tungs­zeit hat­te, hat es prin­zi­pi­ell eh im­mer ge­passt.

Hal­ten Sie stän­dig Kon­takt mit Ih­rem Freund Do­mi­nic Thiem?

Ja, in ir­gend­ei­ner Form­je­den­tag. Zu- min­dest schrei­ben wir ein­an­der stän­dig, wie et­wa auf Whats­app.

Wa­ren Sie auch schon ge­mein­sam auf Ur­laub?

Wir pla­nen nächs­tes Jahr ei­nen Ur­laub zu viert, ich hof­fe, dass es sich aus­geht. Mit un­se­ren Freun­din­nen.

Wäh­rend Do­mi­nic Thiems Freun­din Kris­ti­na Mla­de­no­vic lo­gi­scher­wei­se stän­dig­in­den­me­di­en­ist, hört­man­vo­nih­nen we­nig Pri­va­tes. Scheut Ih­re Freun­din In­ge­la die Me­di­en?

Sie war ein paar Ta­ge in Wim­ble­don, mit und sie war auch beim Tur­nier in Kitz­bü­hel mit da­bei. Aber sie stu­diert Ve­te­ri­när­me­di­zin, und da hat sie na­tür­lich sehr viel zu tun.

Den­nis No­vak war wie sein Freund Do­mi­nic Thiem heu­er mit­ver­ant­wort­lich für die Rück­kehr in die Da­vis­cup-welt­grup­pe. Auch sonst sorg­te der hoch­ver­an­lag­te 25-Jäh­ri­ge ge­le­gent­lich für Auf­se­hen.

Freund Do­mi­nic Thiem ist Chel­sea-fan und spiel­te ger­ne Fußball. Sind Sie auch in­s­ei­ner­hob­by­trup­pe– un­d­für­wel­chen Klub schlägt Ihr Herz?

Wir ha­ben da na­tür­lich oft Dis­kus­sio­nen, denn ich bin im­mer schon Li­ver­pool-fan. Mir taugt die­ser Klub. Und ja, ich spie­le Flü­gel in der Hob­by­mann­schaft.

Bli­cken wir noch nach vor­ne. Ha­ben Sie ein Ran­king-ziel für die nächs­te­sai­son?

Ei­ne Zahl möch­te ich nicht nen­nen. Aber ich will un­ter die Top 100 kom­men. Ich möch­te ein­fach in der Leis­tung kon­stan­ter wer­den und mir we­ni­ger Um­fal­ler er­lau­ben. Und na­tür­lich will ich mit Do­mi­nic Sie­ge im Da­vis­cup ho­len. – HA­RALD OT­TA­WA

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