FRÜH­STÜCK IM AN­FLUG

Am Mor­gen steht ei­nem die Welt noch of­fen: Ist der Kü­chen­t­re­sen an­spre­chend ge­stal­tet, star­tet man schon zur frü­hen St­un­de ge­nuss­voll in den Tag.

Kurier Magazine - Wohnen - - Essplatz - VON BE­LIN­DA FIEBIGER

»Das ess­zim­mer weiß nicht, wie ihm ge­schieht. Zwar wird der tisch im­mer noch für gro­ße fa­mi­li­en fei­ern ge­deckt und die Kin­der brei­ten ih­re Haus­auf­ga­ben g dar­auf aus, aber wohn­tech­nisch tech­nis steht er trotz­dem am Ab­stell­gleis. Denn D an­ge­fan­gen mit m dem Früh­stück fin­det der ei­gent­li­che Fa­mi­li­en­bzw. All­tags­tru­bel in vie­len Haus­hal­ten längst wo­an­ders w statt. Mehr Me als je­der zwei­te Ös­ter­rei­cher Ös­ter sieht in se in erKüKüc he ei­nen we­sent­li­chen Le­bens mit­tel­punkt in­ner­halb der ei­ge­nen vier Wän­de. Nur das Wohn­zim­mer übt mehr An­zie­hungs­kraft aus. Dar­auf be­ruft sich die Bran­chen­stu­die „Mar­ken­mo­ni­tor Kü­chen in­ös­ter­reich“aus­dem­jahr2016. Auf den ab­ge­schla­ge­nen Plät­zen im Lieb­lings­raum-ran­king lie­gen hin­ter der­kü­che­schlaf- un­d­ar­beits­zim­mer – erst dann folgt das Ess­zim­mer.

KÜCHENGEHEIMNIS.

War­um sich die Kü­che als hei­mat­li­cher Treff­punkt in den ver­gan­ge­nen Jah­ren so stark eta­bliert hat, hat meh­re­re Grün­de: Es fängt mit dem Me­ga­trend an, dass im­mer we­ni­ger Per­so­nen in ei­nem Haus­halt zu­sam­men­le­ben. Die Woh­nun­gen wer­den da­durch klei­ner – auch we­gend er­stei­gen­den Qua­drat­me­ter­prei­se in den Städ­ten. Das Ess­zim­mer als se­pa­ra­te ein­heit fällt die­ser Schrump­fung schnell zum Op­fer. Statt­des­sen sind platz­spa­ren­de, of­fe­ne Wohn­lö­sun gen ge­fragt, denn sind die Über­gän­ge von ko­chen, Es­sen, Ar­bei­ten, Le­sen, Fern­se­hen oder„Net­fli­xen“flie­ßend, wirk tau­che in klei­nes Zu­hau­se groß­zü­gig. Und da­mit hat sich die Wohn­kü­che wie­der in den Mit­tel­punkt ge­spielt. Ob al­lein oder ge­mein­sam mit fa­mi­lie oder Freun­den: Fast in je­der Kü­che fin­det sich ein Platz zum Es­sen. »

Ist der Raum groß, kann sich ein Ess­tisch für vier Per­so­nen da­zu­ge­sel­len. Wer auf vie­le Sitz­plät­ze auf klei­ner Flä­che Wert legt, wird mit ei­ner Eck­bank glück­lich. Al­ler­dings soll­te sich der ess platz im de­sign und in­der far­be an der rest­li­chen kü­che ori­en­tie­ren. Idea­ler­wei­se kann so so­gar ein all­fäl­lig vor­han­de­nes Ess­zim­mer für an­de­re Zwe­cke frei­ge­spielt wer­den. Noch platz­spa­ren­der–und ge­ra­de fürs Früh­stück mehr als aus­rei­chend– sind Sitz­ge­le­gen­hei­ten, di­edi­rekt­in­die­kü­chen­mö­blie­rung in­te­griert sind – et­wa ein klei­ner Tisch mit­un­ter ge­scho­be­nen stüh­len, der auf hö­he der Ar­beits­plat­te her­aus­wächst. Scho­ne in bis zwei per­so­nen kön­nen hier ge­müt­lich zu­sam­men­sit­zen. Schö­ner Ne­ben­ef­fekt: Da die­se Plät­ze oft im rech­ten Win­kel am En­de ei­ner Kü­chen­zei­le an­ge­sie­delt sind, wir­ken sie wie ein klei­ner Raum­tren­ner. Ein wei­te­rer Vor­teil ist, dass bei am­bi­tio­nier­te ren koch pro­jek­ten ei­ne er­wei­ter­te Ar­beits­flä­che zur Ver­fü­gung steht. Man­che Kü­chen­her­stel­ler bie­ten auch aus­zieh­ba­re Tisch­plat­ten an, die nach dem Es­sen un­terd er Ar­beits­plat­tev er­schwin­den. Die we­ni­ger sty­li­sche Va­ri­ant ei st­ein klapp tisch, der ein­fach an die wand mon­tiert wird und von ei­nem Klapp­stuhl er­gänzt wird. Ist ge­nug Raum vor­han­den, kann gleich ein gan­zer Tre­sen samt Bar­ho­ckern an den Kü­chen­block an­ge­schlos­sen wer­den. Im All­tag wird die­se The­ke von mor­gens bis abends schnell zur re­gel­mä­ßi­gen Es­sens­sta­ti­on, kom­men Gäs­te wird sie zur Bar: Wäh­rend der Ape­ri­tif ge­trun­ken wird, kann man sich schon mit dem Gast­ge­ber un­ter­hal­ten bzw. ihm beim Ko­chen zu­se­hen. Um im All­tag oder bei Fei­ern nicht von Es­sens­ge­rü­chen ge­stört zu wer­den, ist es emp­feh­lens­wert, in ei­ne leis­tungs­star­ke, aber lei­se ar­bei­ten­de Dun­st­ab­zugs­hau­be zu in­ves­tie­ren. Frei­lich gibt es auch Nach­tei­le: Die Kü­che ist eben kein Wohn­zim­mer. Wer hier sitzt, darf sich nicht dar­an stö­ren, dass Herd, klei­ne Ge­rä­te, Le­bens­mit­tel oder der ab­wasch für je­den sicht­bar ist. An­sons­ten gilt: Schö­ne Glä­ser und Ge­schirr so­wie ein raf­fi­nier­tes ge­richt ma­chen aus je­dem Ess­platz et­was Be­son­de­res – egal, wie klei­ner ist und zu wel­cher ta­ges­zeit .«

Für wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu dem The­ma die Sei­te mit der Gra­tis-app „Short­cut Re­a­der“scan­nen

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