„DAS WAS­SER ZE­LE­BRIE­REN“

Kurier Magazine - Wohnen - - Erlebnisdu­sche -

Wie­kommt­man­auf­diei­dee, ei­ne­du­sche wie „Aqua­moon“zu ent­wi­ckeln? Micha­el Ne­u­mayr:

Ich ha­be in mei­ner Kar­rie­re un­zäh­li­ge Bä­der ge­stal­tet un­d­mich­da­bei­im­mer­wie­der­ge­fragt, war­um man sich weit mehr vom De­sign der Du­schar­ma­tur lei­ten ließ als von der Kraft und den ein­zig­ar­ti­gen phy­si­schen Ei­gen­schaf­ten von Was­ser. Bis vor Kur­zem wa­ren Du­schen ein rei­ner Funk­ti­ons­ge­gen­stand, und selbst Lu­xus­re­gen­du­schen lie­ßen im Prin­zip Was­ser durch Dü­sen senk­recht auf den Kör­per fal­len. Was­ser wur­de re­gel­recht ge­zähmt. Dusch­köp­fe, die mit mehr Funk­ti­on aus­ge­stat­tet wa­ren, wa­ren aus mei­ner Sicht of un­an­sehn­lich. Mein Ziel­war es, das Was­ser als das kost­bar­ste­gut, das wir ha­ben, zu ze­le­brie­ren und mich voll dem Er­le­ben von Was­ser auf sei­ne na­tür­lichs­te­wei­se­zu­wid­men. Form­not on­ly fol­lows func­tion, but al­so fee­ling.

Wiel­an­ge­dau­ert­der­schritt­von­de­r­idee bis zur Se­ri­en­rei­fe? Wie läuft die­ser Pro­zess ab?

Umet­was so Au­ßer­ge­wöhn­li­ches wie „Aqua­moon“zu schaf­fen, muss­te ich mei­ne nor­ma­le Her­an­ge­hens­wei­se kom­plett in Fra­ge stel­len. Für ge­wöhn­lich heißt es im Pro­dukt­de­sign: Du­hast ei­ne Pro­blem­stel­lun­g­und­da­für suchst du prag­ma­tisch ei­ne funk­tio­nal form­schö­ne Lö­sung. Das war der­ganz fal­sche An­satz. Ich stell­te mir die Fra­ge: „Was möch­te ich er­le­ben?“Das be­gann zu­erst mit ei­ner Re­cher­che, wie sich­was­ser in un­ter­schied­li­chen phy­si­schen Um­ge­bun­gen be­wegt. Mit di­gi­ta­ler Ani­ma­ti­on und spä­ter durch die Ent­wick­lung ver­schie­de­ner Pro­to­ty­pen ha­ben wir ver­sucht, die­se na­tür­li­chen Phä­no­me­ne zu re­pro­du­zie­ren. Der „Proof of Con­cept“wur­de in mei­ner Werk­statt in Los An­ge­les im Ge­hei­men und sehr em­pi­risch ent­wi­ckelt. Viel Hand­ar­beit, viel Pro­bie­ren und Ex­pe­ri­men­tie­ren. Das hieß, For­men für ver­schie­de­ne Tief­zieh­tei­le zu ent­wi­ckeln und je­de Men­ge 3-D-ge­druck­te Tei­le, um un­ter­schied­li­che Ef­fek­te zu er­zeu­gen. Es war mehr ein Mit-dem-was­ser­Spie­len und -Ex­pe­ri­men­tie­ren als dass ich ei­ne kla­re Vor­stel­lung ge­habt hät­te, wa­sich­ge­nau­möch­te. Ich ver­such­te, kon­kre­te Er­in­ne­run­gen nach­zu­emp­fin­den, wie ich z.b. als­kind beim Berg­stei­genin­ei­nem­was­ser­fall­ba­de­te. Der Ent­wick­lungs­pro­zess von der ur­sprüng­li­chen­ide­ebis­zum­voll­funk­ti­ons­fä­hi­gen Pro­to­ty­pen dau­er­te ca. ein Jahr. Da­nach über­nahm das In­no­va­ti­ons­team von Dorn­bracht die Ent­wick­lung, um„aqua­moon“in Se­ri­en­rei­fe zu brin­gen. Die­ser­pro­zess dau­er­te le­dig­lich­zwei­jah­re, bis­das­pro­dukt zu­mers­ten­mal­der­öf­fent­lich­keit­vor­ge­stellt wur­de. An­ge­sichts der Kom­ple­xi­tät der Ent­wick­lung ei­ne be­ein­dru­cken­de­ge­schwin­dig­keit.

Was ist das Be­son­de­re an der „Aqua­moon“?

„Aqua­moon“in­funk­ti­on­zu­se­hen, ist be­reits sehr­be­ein­dru­ckend. Es­tut sich aber ei­ne ganz an­de­re Welt auf, wenn man zum ers­ten Mal die un­ter­schied­li­chen Was­ser­d­ar­rei­chungs­for­men per­sön­lich er­lebt hat. Ich ha­be bis­her noch nie­man­den ge­se­hen, der da­nach nicht voll­kom­men be­wegt war. Was „Aqua­moon“aus­macht, ist, dass die Per­for­man­ce­al­le­re­geln­bricht, die­wir bis­her kann­ten. Ich neh­me kein wirk­li­che­s­pro­dukt­mehr­wahr, son­der­nein rei­nes Sin­nes­er­leb­nis. Das Du­sch­er­leb­nis be­kommt ei­ne in­ter­ak­ti­ve Va­ri­an­te. Für „Aqua­moonatt“, die di­gi­ta­le Va­ri­an­te, ha­ben wir spe­zi­el­le Was­ser, Licht- und Aro­ma­the­ra­pieCho­reo­gra­phi­en kre­iert, die so­ge­nann­ten Si­gna­tu­re Tre­at­ments. Die Tech­no­lo­gie er­laubt dem Kun­den so­gar, ei­ge­ne per­sön­li­che Cho­reo­gra­phi­en zu schaf­fen, et­was, was bis­her ein­zig­ar­tig ist.

In ei­nem Pro­dukt wie der „Aqua­moon“steckt si­cher viel Tech­nik. Braucht man spe­zi­el­le Vor­aus­set­zun­gen im­bad oder könn­te ich das Sys­tem auch so­fort bei mir ein­bau­en?

Grund­sätz­lich kann „Aqua­moon“bei ei­nem Platz­an­ge­bot von 150 mal 150 mal 30 cmun­ter Ver­wen­dung gän­gi­ger Tech­nik ein­ge­baut wer­den. Die Pre­mi­um-va­ri­an­te, die elek­tro­ni­sche „Aqua­moon ATT“, be­nö­tigt auf­grund ih­rer ge­ho­be­nen Aus­stat­tung und zu­sätz­li­cher Kom­po­nen­ten wie z.b. dem­duft­mo­du­let­was­mehr­platz in der Um­ge­bung der Du­sche, wo die­se Kom­po­nen­ten ver­baut wer­den kön­nen.

un­d­kann­für­mehr­vi­ta­li­tätund­ener­gie sor­gen.

Kal­ter Was­ser­ne­bel aus Ne­bel­dü­sen hüllt den Du­schen­den in ei­nen Schlei­er. Um­den­ef­fekt noch zu ver­stär­ken, wird gern auch blau­es Licht da­zu ver­wen­det. Je nach Ein­stel­lung kann zum Was­ser­ne­bel auch noch ein leich­ter­nie­sel­re­gen da­zu ge­schal­ten wer­den.

Die­se sorgt für Ab­küh­lung. Der Kör­per wird da­bei mit fei­nen, kal­ten Was­ser­kris­tal­len und Ne­bel über­zo­gen. Kom­bi­niert mit dem Klang von Mee­res­rau­schen ein ein­ma­li­ges Er­leb­nis an hei­ßen Ta­gen.

Im Dusch­kopf sind High­tech-bio-ke­ra­mik-ku­geln ein­ge­baut, die aus rund 20ver­schie­de­nen­mi­ne­ra­li­en­be­ste­hen und das Du­sch­was­ser er­neut ver­wir­beln.wird das Was­ser mit Druck aus dem Dusch­kopf ge­presst, dann wird ei­ne Vit­amin­pa­tro­ne ak­ti­viert. Nach­her fühlt man sich le­ben­dig, frisch und po­si­tiv. «

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