TEST HÖHENTHERAPIE

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Es ist ein ko­mi­sches Ge­fühl, wenn ei­nem er­klärt wird, dass man in spä­tes­tens ei­ner Mi­nu­te et­wa auf dem Kili­man­dscha­ro ste­hen wird. Un­ter me­di­zi­ni­scher Su­per­vi­si­on wer­de ich ge­be­ten, ein Atem­ge­rät über Mund und Na­se an­zu­brin­gen. Auf mei­nem lin­ken Fin­ger wird der Puls ge­mes­sen und vor mir auf ei­nem Mo­ni­tor an­ge­zeigt. An­schlie­ßend soll ich ein paar Mal tief ein- und aus­at­men. In mei­ne Lun­gen strömt ab die­sem Zeit­punkt ein Sau­er­stoff-stick­stof­fGe­men­ge, das die Hö­hen­luft auf 5000 Me­tern si­mu­liert. Schon nach dem drit­ten Atem­zug füh­le ich mich kom­plett ent­spannt, bei­na­he schwe­re­los. Gleich­zei­tig se­he ich auf dem Mo­ni­tor, wie mein Puls in die Hö­he rast. Je­de Se­kun­de wird die­ser schnel­ler und auch das At­men, das sonst so selbst­ver­ständ­lich funk­tio­niert, fällt mit je­dem Zug schwe­rer. Trotz al­le­dem ver­fal­le ich nicht in Pa­nik – gan­zim­ge­gen­teil – ich bin wie in Tran­ce, wäh­rend mein Kör­per schein­bar ei­nen Marathon läuft. Nach knapp ei­ner Mi­nu­te wer­de ich ge­be­ten, die Mas­ke ab­zu­le­gen und wie­der tief ein­und aus­zu­at­men. Kurz dar­auf sinkt der Puls ab und das At­men war noch nie so leicht wie in die­sem Mo­ment.

Fa­zit: Hö­he ist ei­ne fas­zi­nie­ren­de Sa­che. Auf der ei­nen Sei­te schal­tet der Kopf kom­plett aus, auf der an­de­ren Sei­te läuft der Kör­per auf Hoch­tou­ren. Ak­ti­ves At­men und die Kraft der Luft sind mir noch nie so be­wusst ge­we­sen.

„Im Sit­zen die höchs­ten Ber­ge der Welt er­klim­men“

GE­TES­TET VON ELGIN FEUSCHAR

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