OMV: War­um Pe­ter Lö­scher geht

Die Re­gie­rung will ih­ren Ein­fluss aus­wei­ten, der Spit­zen­ma­na­ger kommt ei­ner Ab­be­ru­fung zu­vor.

Kurier (Samstag) - - WIRTSCHAFT -

chen ab­so­lu­ter Un­ab­hän­gig­keit in die OMV lo­cken. Das Geld war’s nicht, Lö­scher er­hält ein Jah­res­sa­lär von 30.000 Eu­ro. Im Gre­mi­um wird der Ab­gang sehr be­dau­ert, Lö­scher sei ein kri­ti­scher und star­ker Auf­sichts­rat. Wenn ein der­art re­nom­mier­ter Ma­na­ger ge­he, „soll­te das al­le Be­tei­lig­ten sehr zum Nach­den­ken an­re­gen“. SPÖ-Chef Chris- tian Kern, bei Lö­schers Be­stel­lung Bun­des­kanz­ler, spricht von ei­nem Rück­schritt, „of­fen­bar ist je­de Un­ter­neh­mens­kul­tur ab­han­gen ge­kom­men“. Ne­os-Wirt­schafts­spre­cher Sepp Schell­horn em­pört sich über ei­nen „ganz al­ten wirt­schafts­po­li­ti­schen Stil“. Die OMV hat­te auch mit Lö­schers Vor­gän­ger Pech. Mon­di-Chef Pe­ter Os­wald warf nach ei­nem Jahr das Hand­tuch.

Bleibt ab­zu­war­ten, ob Ger­hard Roiss an der Spit­ze des Ver­bun­dAuf­sichts­ra­tes aus­ge­tauscht wird. Oder ob der eben­falls un­ab­hän­gi­ge und in­ter­na­tio­nal tä­ti­ge Ex-Boss der OMV auch von sich aus geht.

Im Schrei­ben an Fi­nanz­mi­nis­ter Hart­wig Lö­ger kri­ti­siert Lö­scher den zu­neh­men­den Staats­ein­fluss auf die Un­ter­neh­men

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