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Kurier (Samstag) - - WIRTSCHAFT -

Preis­bla­sen Ein wei­te­rer Ef­fekt des Zin­stiefs, das in der Eu­ro­zo­ne noch rund ein Jahr an­hal­ten wird: In­ves­to­ren, die ihr Geld ver­meh­ren woll­ten, such­ten nach er­trag­rei­che­ren Hä­fen. Das ist mit ein Grund, dass die Welt­bör­sen, vor­nehm­lich je­ne in New York, die längs­te Auf­schwung­pha­se in ih­rer Ge­schich­te er­le­ben. Und dass brei­te Geld­strö­me in den Im­mo­bi­li­en­be­reich flos­sen. Die Prei­se für das „Be­ton­gold“schos­sen in die Hö­he. Die Bun­des­bank in Deutsch­land warn­te be­reits vor Über­trei­bun­gen. An­ders als in der Sub-Pri­me-Kri­se in den USA müs­sen Im­mo-In­ves­to­ren und -Käu­fer mehr Ei­gen­ka­pi­tal mit­brin­gen. Trotz­dem könn­te ein Ver­fall der Im­moP­rei­se für Schwie­rig­kei­ten sor­gen – auch für die fi­nan­zie­ren­den Ban­ken. „Was könn­te die nächs­te Kri­se ver­ur­sa­chen? Ich ver­mu­te, es könn­te der Im­mo­bi­li­en­markt sein“, sag­te Da­nie­le Nouy, die obers­te EZB-Ban­ken­wäch­te­rin, erst vor Kur­zem. Han­dels­krie­ge Die Straf­zöl­le, mit de­nen USPrä­si­dent Do­nald Trump et­li­che Im­por­te be­legt hat, sind zwar är­ger­lich, vor­erst aber eher Na­del­sti­che. Aber sie könn­ten der Auf­takt zu ei­nem wirk­lich bö­sen Han­dels­krieg spe­zi­ell mit Chi­na wer­den, der die Glo­ba­li­sie­rung – die bei al­ler Kri­tik mehr Wohl­stand ge­bracht hat – zu­rück­dreht. Ex­por­tWelt­meis­ter Deutsch­land und Ös­ter­reich als Zu­lie­fe­rer wä­ren mas­siv da­von be­trof­fen. Fol­gen ei­nes er­bit­ter­ten Han­dels­krie­ges: Fir­men­plei­ten, stei­gen­de Ar­beits­lo­sig­keit, ho­he In­fla­ti­on.

Un­re­gu­lier­ter Sek­tor

Durch stren­ge­re Vor­schrif­ten und neue Auf­sichts­in­sti­tu­tio­nen wur­de zwar dem re­gu­lä­ren Ban­ken­sek­tor ein en­ge­res Kor­sett ver­passt. Da­für sind an­dern­orts neue Ri­si­ken ent­stan­den. „Mehr Re­gu­lie­rung führt auch im­mer zu Aus­weich­be­we­gun­gen“, sagt Hel­mut Ettl, Chef der Fi­nanz­markt­auf­sicht (FMA). So lä­gen in­zwi­schen 40 Pro­zent al­ler Fi­nan­zWert­pa­pie­re in Eu­ro­pa au­ßer­halb des strikt re­gu­lier­ten Be­reichs der Ban­ken, Ver­si­che­rer und Pen­si­ons­kas­sen. In den USA bau­en sich neue Ge­fah­ren mit „ge­he­bel­ten Kre­di­ten“(le­ver­a­ged lo­ans) für

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