Die Lan­ge Nacht der Mu­se­en 2018

Die Wie­ner Kunst­hand­wer­ker prä­sen­tie­ren sich am 6. Ok­to­ber im Welt­mu­se­um Wi­en li­ve mit span­nen­den Ein­bli­cken in ihr Kön­nen.

Kurier (Samstag) - - EXTRA -

Wie­ner Kunst­hand­werk kul­tur­in­ter­es­sier­ten Nacht­schwär­mern nä­her zu brin­gen, das leis­tet die ORF Lan­ge Nacht der Mu­se­en be­reits zum vier­ten Mal. Die­ses Jahr ist es die Hof­jagd- und Rüst­kam­mer im Welt­mu­se­um Wi­en, die sich am 6. Ok­to­ber in ei­ne Schau­werk­statt des Wie­ner Kunst­hand­werks ver­wan­delt. Ab 19 Uhr prä­sen­tie­ren 22 Kunst­hand­wer­ker ih­re Hand­werks­kunst, die auch hin­ter zahl­rei­chen Aus­stel­lungs­ob­jek­ten des Mu­se­ums steckt. Die Be­su- cher sind ein­ge­la­den, den Hand­wer­kern bei der krea­ti­ven Gestal­tung und prä­zi­sen Fer­ti­gung über die Schul­ter zu schau­en und die ent­spre­chen­den Ob­jek­te da­zu im Mu­se­um zu ent­de­cken.

Ge­bo­ten wird ei­ne Nacht lang se­hens­wer­te Un­ter­hal­tung vom Gold­und Sil­ber­schmied, In­stru­men­ten­bau­er, Schnei­der­meis­ter, Tisch­ler, Me­tall­tech­ni­ker, Kos­me­tik­her­stel­ler und Pup­pen­ma­cher, aber auch Fil­zen, We­ben, Spin­nen und Klos­ter­ar­bei- ten kön­nen be­wun­dert wer­den. „Die Ob­jek­te er­zäh­len Ge­schich­ten von Men­schen, Tra­di­ti­on und Kul­tur, ma­chen neu­gie­rig und über­ra­schen. Ih­re Fer­ti­gung in Schau­werk­stät­ten mit­zu­er­le­ben, ist ei­ne be­son­de­re Ge­le­gen­heit. Die Kunst­hand­wer­ker be­wei­sen da­mit ei­nem brei­ten Pu­bli­kum ih­re Viel­falt, ihr Kön­nen und ih­re Schaf­fens­kraft“, mit die­sen Wor­ten lädt Ma­ria Smo­dicsNe­u­mann, Ge­wer­be und Hand­werk-Ob­frau in der Wirt­schafts­kam­mer Wi­en und Ab­ge­ord­ne­te zum Na­tio­nal­rat, al­le In­ter­es­sier­ten ins Welt­mu­se­um Wi­en.

Aus­hän­ge­schild der Wie­ner Wirt­schaft

Spä­tes­tens seit der Zeit der Wie­ner Werk­stät­ten An­fang des 20. Jahr­hun­derts ist die Um­set­zung ei­ge­ner krea­ti­ver Ide­en in zahl­rei­chen Wie­ner Hand­werks­be­trie­ben ein wich­ti­ger Teil ih­rer Phi­lo­so­phie. Die Hand­wer­ker bie­ten De­sign und Her­stel­lung aus ei­ner Hand. Ih­re Pro­duk­te zeich­nen sich durch ho­he Qua­li­tät in Gestal­tung und Fer­ti­gung aus. Dank ih­res künst­le­ri­schen Werts he­ben sie sich deut­lich von der ma­schi­nel­len Mas­sen­pro­duk­ti­on ab. Der qua­li­ta­ti­ve Un­ter­schied zeigt sich in der be­son­de­ren Ver­ar­bei­tung und Ver­wen­dung hoch­wer­tigs­ter Roh­stof­fe. Die Wie­ner Hand­wer­ker sind das Herz­stück der Wie­ner Wirt­schaft, denn sie ver­bin­den Zu­kunfts­fä­hig­keit mit Tra­di­ti­on, sie zeich­nen sich durch In­no­va­ti­ons­freu­dig­keit aus, sie tra­gen auch zur Ent­wick­lung ganz neu­er Be­rufs­bil­der bei, die den Wirt­schafts­stand­ort Wi­en heu­te und künf­tig stär­ken (Bei­spiel Mecha­tro­ni­ker) und sie sind groß­teils höchst wand­lungs- und an­pas­sungs­fä­hi­ge Klein- und Kleinst­be­trie­be.

Platt­form Wie­ner Kunst­hand­werk

– 2014 ge­grün­det bie­tet die Platt­form Ein­bli­cke in die Be­rufs­zwei­ge des Kunst­hand­werks. 200 Kunst­hand­wer­ker sind be­reits auf der Platt­form ver­tre­ten. – Das Herz sind die Be­ru­fe, die seit Ge­ne­ra­tio­nen er­folg­reich in Wi­en be­ste­hen und da­bei so­wohl Qua­li­tät und De­sign als auch Tra­di­ti­on und Mo­der­ne re­prä­sen­tie­ren. – Die Wie­ner Kunst­hand­werks­be­trie­be bie­ten den Nähr­bo­den für Ide­en­reich­tum und die Über­mitt­lung von Fach­wis­sen und si­chern so die wirt­schaft­li­che Be­deu­tung des Kunst­hand­werks für die nach­fol­gen­den Ge­ne­ra­tio­nen.

Schau­werk­statt der Platt­form Wie­ner Kunst­hand­werk: Sams­tag, 6. Ok­to­ber 2018, ab 19.00 Uhr, Welt­mu­se­um Wi­en, Hof­jagd- und Rüst­kam­mer

Quer durch vie­le Be­rei­che zei­gen Wie­ner Kunst­hand­wer­ker/in­nen ihr ge­stal­te­ri­sches Ge­schick, das sich un­ter an­de­rem auch hin­ter den ein­zig­ar­ti­gen Ob­jek­ten der Hof­jagd- und Rüst­kam­mer ver­birgt

Nüt­zen Sie die sel­te­ne Ge­le­gen­heit, Meis­ter/in­nen ih­res Fa­ches über die Schul­ter zu schau­en

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