„Ih­re Al­ters­vor­sor­ge muss zu Ih­nen pas­sen“

Chris­ti­an Wa­gner, Lei­ter Pro­dukt­ma­nage­ment bei der HDI Le­bens­ver­si­che­rung AG in Ös­ter­reich, er­klärt, wes­halb es bei der pri­va­ten Al­ters­vor­sor­ge kein Rich­tig oder Falsch gibt.

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Das Pen­si­ons­kon­to gibt uns heu­te be­reits ein Ge­fühl da­für, wie hoch un­se­re staat­li­che Pen­si­on ein­mal aus­fal­len wird. Un­se­re zu­künf­ti­gen Le­bens­hal­tungs­kos­ten kön­nen wir uns selbst aus­rech­nen. Chris­ti­an Wa­gner, Lei­ter Pro­dukt­ma­nage­ment bei der HDI Le­bens­ver­si­che­rung AG in Ös­ter­reich, er­klärt, was wir da­bei be­rück­sich­ti­gen müs­sen. Herr Wa­gner, wor­auf müs­sen wir bei der pri­va­ten Al­ters­vor­sor­ge ach­ten? Gibt es Feh­ler, die man ver­mei­den soll­te? Chris­ti­an Wa­gner: ZEITWERT­si­che­rung kennt kein Rich­tig oder Falsch. Es geht in der pri­va­ten Vor­sor­ge viel­mehr dar­um, je­ne An­la­ge­form zu fin­den, die am bes­ten zu uns passt. Je­der von uns hat un­ter­schied­li­che Er­war­tun­gen an Er­trag, Si­cher­heit und Ver­füg­bar­keit des Ka­pi­tals. Un­se­re Spar­zie­le sind höchst in­di­vi­du­ell. Aber es gibt ei­ne Grund­satz­re­gel, die im­mer gilt: Auf lan­ge Sicht ha­ben auch klei­ne Be­trä­ge ei­ne gro­ße Wir­kung. Das be­deu­tet: In die ei­ge­ne Zu­kunft zu in­ves­tie­ren, muss nicht un­be­dingt mit gro­ßem Ver­zicht ein­her­ge­hen. Je frü­her wir mit pri­va­ter Vor­sor­ge be­gin­nen, des­to leich­ter fällt es uns, die Spar­bei­trä­ge in un­se­re Aus­ga­ben­struk­tur zu in­te­grie­ren. Wann ist Ih­rer Mei­nung nach der rich­ti­ge Zeit­punkt, um mit pri­va­ter Al­ters­vor­sor­ge zu be­gin­nen?

Der idea­le Zeit­punkt da­für ist jetzt! Je län­ger wir war­ten, des­to mehr Geld müs­sen wir in die Hand neh­men, um un­ser Spar­ziel zu er­rei­chen. Da­bei kann man den Wert der Zeit an­hand ei­nes ein­fa­chen Bei­spiels sehr gut ver­an­schau­li­chen: Wenn wir mit 20 Jah­ren be­gin­nen und mo­nat­lich rund 90 Eu­ro ansparen, ha­ben wir mit 65 Jah­ren bei ei­ner Ver­zin­sung von durch­schnitt­lich drei Pro­zent pro Jahr rund 100.000 Eu­ro zur Ver­fü­gung. Be­gin­nen wir erst mit 30 Jah­ren, müs­sen wir be­reits mehr als 135 Eu­ro mo­nat­lich ansparen. Wer erst mit 50 Jah­ren an sei­ne pri­va­te Al­ters­vor­sor­ge denkt, be­nö­tigt be­reits 440 Eu­ro im Mo­nat. Wel­che Mög­lich­kei­ten der ZEITWERT­si­che­rung gibt es da­bei?

Hier­zu­lan­de sind Spar­bü­cher aber auch das „Bar­geld un­ter der Ma­trat­ze“nach wie vor sehr be­liebt. Aber man muss be­ach­ten, dass zu viel Si­cher­heit in Zei­ten nied­ri­ger Zin­sen nicht im­mer ziel­füh­rend ist. Ge­eig­ne­ter für die pri­va­te Al­ters­vor­sor­ge sind zum Bei­spiel kon­ven­tio­nel­le oder fonds­ge­bun­de­ne Ren­ten­ver­si­che­run­gen. Die­se ka­pi­tal­bil­den­den Ver­si­che­run­gen er­mög­li­chen es, den ZEIT­WERT lang­fris­tig zu si­chern. Au­ßer­dem kann man zum Pen­si­ons­an­tritt zwi­schen ei­ner ein­ma­li­gen Ka­pi­tal­leis­tung und ei­ner mo­nat­li­chen Pen­si­ons­zah­lung wäh­len. Und ge­nau das macht den fei­nen Un­ter­schied. Da un­se­re Le­bens­er­war­tung kon­ti­nu­ier­lich steigt, ist der Vor­teil ei­ner wert­ge­si­cher­ten Pen­si­ons­zah­lung viel wert. Bei die­ser muss man sich kei­ne Sor­gen mehr ma­chen, denn ei­ne Pri­vat­pen­si­on wird Mo­nat für Mo­nat aus­be­zahlt – ein gan­zes Le­ben lang. Wo­her weiß ich jetzt, wel­che An­la­ge­form am bes­ten zu mir passt?

Be­vor Sie sich für ei­ne An­la­ge­form ent­schei­den, soll­ten Sie sich fol­gen­de Fra­gen stel­len: Ist mir Si­cher­heit wich­tig? Bin ich be­reit, mehr Ri­si­ko ein­zu­ge­hen, wenn ich da­für mehr Er­trag er­war­ten darf? Be­las­ten mich Kurs­schwan­kun­gen? Und soll das Ka­pi­tal lang­fris­tig ver­an­lagt wer­den oder möch­te ich es je­der­zeit ver­füg­bar ha­ben? Stän­di­ge Ver­füg­bar­keit be­deu­tet, dass man da­für auf Er­trag ver­zich­ten muss. Auch ei­ne hö­he­re Si­cher­heit geht zu Las­ten des Ren­dite­po­ten­zi­als. Für vor­sich­ti­ge An­le­ger­ty­pen, de­nen Si­cher­heit be­son­ders wich­tig ist, bie­tet sich die kon­ven­tio­nel­le Ren­ten­ver­si­che­rung an. Für aus­ge­wo­ge­ne An­le­ger­ty­pen, die be­reit sind, ein mo­de­ra­tes Ri­si­ko ein­zu­ge­hen, ist ei­ne fonds­ge­bun­de­ne Ren­ten­ver­si­che­rung mit Ga­ran­tie­mög­lich­kei­ten at­trak­tiv. Ren­di­te­ori­en­tier­te, die ei­nen mög­lichst ho­hen Er­trag er­zie­len möch­ten, grei­fen zur fonds­ge­bun­de­nen Ren­ten­ver­si­che­rung und nut­zen da­mit die Er­trags­chan­cen der in­ter­na­tio­na­len Ka­pi­tal­märk­te. Dies ist ei­ne stark ver­ein­fach­te Darstel­lung. Es emp­fiehlt sich da­her in je­dem Fall ei­nen Pen­si­ons­spe­zia­lis­ten zu Ra­te zu zie­hen. Ori­en­tie­rung fin­den In­ter­es­sier­te un­ter www.hdi-le­ben.at/be­ra­ter­su­che.

Chris­ti­an Wa­gner, Lei­ter Pro­dukt­ma­nage­ment bei der HDI Le­bens­ver­si­che­rung AG in Ös­ter­reich

Im nächs­ten Ku­rierSchwer­punkt­the­ma am 20. Ok­to­ber geht es um wich­ti­ge Qua­li­täts­stan­dards im Be­ra­tungs­ge­spräch.

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