USA for­dern ra­sche Waf­fen­ru­he von Sau­dis

Kurier (Samstag) - - POLITIK -

Es ist laut UNO­die größ­te hu­ma­ni­tä­re Ka­ta­stro­phe der Ge­gen­wart: Der seit 2014 an­dau­ern­de Krieg Sau­di-Ara­bi­ens ge­gen die vom Iran un­ter­stütz­ten Houthi-Mi­li­zen im Je­men. Bis­her konn­te das von den Sau­dis an­ge­führ­te ara­bi­sche Mi­li­tär­bünd­nis al­le in­ter­na­tio­na­len Ap­pel­le zum Frie­den weit­ge­hend igno­rie­ren, da man sich der Un­ter­stüt­zung des Ver­bün­de­ten USA si­cher war.

Doch der Mord­fall Khas­hog­gi und die wach­sen­de Iso­la­ti­on der Sau­dis wirkt sich auch hier aus. Wa­shing­ton er­höht den Druck auf Ri­ad, die An­grif­fe ein­zu­stel­len und ei­ne Waf­fen­ru­he

Frie­dens­ap­pell.

ein­zu­lei­ten. „Es ist Zeit für ein En­de der Kampf­hand­lun­gen“, er­klär­te Au­ßen­mi­nis­ter Mi­ke Pom­peo. Zu­vor hat­te sich schon Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Ja­mes Mat­tis ak­tiv in die seit Län­ge­rem sta­gnie­ren­den Ver­hand­lun­gen ein­ge­bracht. Mat­tis mach­te sich für ei­nen von UN-Ver­tre­tern aus­ge­ar­bei­te­ten Frie­dens­plan stark: Die­ser sieht ei­ne Waf­fen­ru­he in­ner­halb von 30 Ta­gen vor. Be­vor der tat­säch­lich wirk­sam wer­den könn­te, ha­ben die Sau­dis im Je­men ih­re Of­fen­si­ve ver­stärkt. Die An­grif­fe auf ei­ne für die Ver­sor­gung des Lan­des wich­ti­ge Ha­fen­stadt am Ro­ten Meer wur­den aus­ge­wei­tet.

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