Aus „Be­co­m­ing“: Dem­nach­ha­be Mi­chel­le Oba­ma ein co­mich­af­tes, ras­sis­ti­sches Bild von sich ge­fürch­tet. Fox News hät­te sie als wü­ten­de Frau, als „Oba­mas Ba­by Ma­ma“be­zeich­net. Und so wuss­te sie, dass sie sich die Wür­de als ers­te schwar­ze First La­dy erst ver­die

100 Jah­re Po­len: Zwei Mär­sche zur Un­ab­hän­gig­keit – da­zwi­schen Pan­zer

Kurier (Samstag) - - TITELSEITE - – JENS MATTERN

Zu Trump fällt Mi­chel­le nichts Po­si­ti­ves ein. Be­son­ders scharf ver­ur­teilt sie ihn, dass er mehr­fach in­fra­ge ge­stellt hat, dass Ba­rack Oba­ma US-Bür­ger ist. „Mit sei­nen lau­ten und rück­sichts­lo­sen An­spie­lun­gen hat er die Si­cher­heit mei­ner Fa­mi­lie in Ge­fahr ge­bracht. Und das wer­de ich ihm nie ver­zei­hen.“

Als klar war, dass Trump ih­rem Ehe­mann ins Oval Of­fice fol­gen wür­de, stand sie un­ter Schock. Und was sie bis heu­te nicht ver­ste­hen kann, ist, dass so vie­le Frau­en die­sen Mann ge­wählt ha­ben, der sag­te, dass man sich als Pro­mi­nen­ter bei Frau­en al­les er­lau­ben kön­ne.

Po­len fei­ert am Sonn­tag 100 Jah­re Un­ab­hän­gig­keit von Preu­ßen, Ös­ter­reich und Russ­land, doch in War­schau könn­te es zu ziem­lich un­schö­nen Sze­nen kom­men. Denn die Ul­tra­rech­ten mar­schie­ren auf ei­ner ei­ge­nen Rou­te, wäh­rend Re­gie­rungs­ver­tre­ter der PIS und ge­mä­ßig­te­re Kräf­te ei­ne an­de­re Rou­te wäh­len wol­len. Da sich die Po­li­zei der­zeit in streik­mä­ßi­ger Krank­schrei­bung übt, soll das Mi­li­tär die bei­den Grup­pen mit Pan­zern aus­ein­an­der­hal­ten.

Erst am Mitt­woch hat­te die li­be­ral­kon­ser­va­ti­ve War­schau­er Bür­ger­meis­te­rin Han­na Gron­kie­wicz Waltz den Um­zug ver­bo­ten, den die „All­pol­ni­sche Ju­gend“und „Na­tio­nal­ra­di­ka­les La­ger“aus­rich­ten, weil Rechts­ex­tre­me aus ganz Eu­ro­pa dar­an teil­neh­men wol­len. Doch ein Ge­richt hob das Ver­bot auf, und der Ein­spruch da­ge­gen kommt wohl zu spät.

Staats­prä­si­dent An­drzej Du­da so­wie die Re­gie­rungs­par­tei „Recht und Ge­rech­tig­keit“(PiS) hat­ten bis An­fang der ver­gan­ge­nen Wo­che selbst zur Teil­nah­me an dem „Un­ab­hän­gig­keits­marsch“auf­ge­ru­fen. An­ge­sichts der Neo-Na­zi-Grup­pen aus ganz Eu­ro­pa wie „Blood and Ho­nor“, die sich dort ein­fin­den wol­len, ha­ben die Ver­ant­wort­li­chen in der Re­gie­rung dann doch kal­te Fü­ße be­kom­men.

Nach Auf­he­bung des Ver­bots gibt es nun zwei Mär­sche. Der Chef des na­tio­nal­ka­tho­li­schen Me­di­en­im­pe­ri­ums Ra­dio Ma­ry­ja, Pa­ter Ta­de­usz Rydzyk, ist über den Ver­such der Bür­ger­meis­te­rin den Marsch zu ver­bie­ten em­pört und spricht von ei­ner „neu­en Tei­lung Po­lens“.

Rechts­ra­di­ka­le.

Sie woh­nen im ober­baye­ri­schen Holzkirchen in idyl­li­scher La­ge und da­zu ge­hö­ren halt Wie­sen, wo Kü­he wei­den. Nach­dem der Ehe­mann mit sei­ner Kla­ge ge­gen das Kuh­glo­cken­ge­bim­mel, das ihm den Schlaf rau­be, ab­ge­blitzt ist, ver­sucht es sei­ne Frau nun mit schlech­ten Ge­rü­chen und läs­ti­gen In­sek­ten. Die Bäu­rin ha­be „ei­nen Tep­pich von Gül­le“aus­ge­legt. Als sie das Haus 2011 ge­kauft ha­ben, wa­ren die um­lie­gen­den Wie­sen noch rich­ti­ge Wie­sen, wo man Heu mach­te.

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