Post er­öff­net neue Fi­lia­len

Bank-Part­ner. Nach der Tren­nung von der Ba­wag stellt sich die Post neu auf und kämpft um ei­ge­ne Bank-Li­zenz

Kurier (Samstag) - - TITELSEITE - VON IRM­GARD KISCHKO

Wi­en. 30 neue Ge­schäfts­stel­len baut die Post bis En­de 2019. Sie hal­ten von 8 bis 20 Uhr of­fen.

Das Quin­tett der Post-Mu­sik ist von Wei­tem zu hö­ren. Kein Zwei­fel mehr: Das muss der mu­si­ka­li­sche Auf­takt zur Fei­er der Er­öff­nung der neu­en Post­fi­lia­le im Ein­kaufs­zen­trum Tril­ler­park in Flo­rids­dorf sein, zu der Post-Ge­ne­ral­di­rek­tor Ge­org Pölzl eben­so ge­kom­men ist wie Be­zirks­vor­ste­her Ge­org Pa­pai.

Die Er­öff­nung der Fi­lia­le Tril­ler­park ist eben et­was Be­son­de­res. Sie ist der Auf­takt zu ei­nem zwei­wö­chi­gen Er­öff­nungs­rei­gen. Fast täg­lich wird in die­sem Zei­t­raum ein neu­er Post-Stand­ort in Wi­en of­fi­zi­ell ein­ge­weiht. 13 Fi­lia­len wer­den in Wi­en heu­er da­zu­kom­men, 17 im nächs­ten Jahr. Und da­zu noch rund zehn neue Post-Part­ner-Stand­or­te. Die Post, jetzt wie­der ganz in gelb. Vor­bei sind bald die Zei­ten, in de­nen an vie­len, aber bei Wei­tem nicht al­len Post-Stand­or­ten über dem gel­ben Post­horn die dun­kel­ro­ten Drei­ecke der Ba­wag pran­gen. Die Tren­nung von Post und Ba­wag wird zwar erst En­de 2019 voll­stän­dig voll­zo­gen sein. Die bei­den Part­ner ge­hen aber jetzt schon ih­re ei­ge­nen We­ge.

Dass bei der Post das Pa­ket-Ge­schäft im Zen­trum steht, wird den Kun­den so­fort beim Ein­tritt in die neue Fi­lia­le be­wusst: ein lan­ger Gang, rechts und links an den Wän­den gel­be Pa­ket-Fä­cher. Hier kön­nen die Kun­den Tag und Nacht, wo­chen- wie fei­er­tags ih­re Pa­ckerl auf­ge­ben und ab­ho­len. Erst dann be­tritt man die ei­gent­li­che Post-Fi­lia­le im ge­wohn­ten gelb, mit Schal­tern und – re­la­tiv neu – den Num­mern, die man zie­hen muss. „Wir wol­len die War­te­schlan­gen ver­mei­den“, sagt Pölzl. Al­so: Num­mer zie­hen und sich in der „Wohl­fühl-Ecke“, wie der Post-Chef die klei­ne Sitz­ge­le­gen­heit ne­ben den Schal­tern nennt, nie­der­las­sen. So­gar Kaf­fee soll es dort ge­ben.

Was für die Kun­den wohl wich­ti­ger ist: Die Öff­nungs­zei­ten wer­den aus­ge­wei­tet. Die neu­en Fi­lia­len wer- den Mon­tag bis Frei­tag von 8 bis 20 Uhr und am Sams­tag von 9 bis 12 Uhr of­fen ha­ben. Nach der Tren­nung von der Ba­wag wird die Post in Wi­en mit knapp 100 Fi­lia­len plus 27 Post-Part­nern prä­sent sein. Ös­ter­reich­weit zählt die Post rund 500 ei­ge­ne Ge­schäfts­stel­len und 130 Post-Part­ner.

Ser­vice für Bank-Kun­den

Bis En­de 2019 kön­nen al­le Ba­wa­gKun­den ih­re Bank­ge­schäf­te wie ge­wohnt in al­len Post-Fi­lia­len durch- füh­ren – auch dort, wo das Ba­wa­gLo­go schon ver­schwun­den ist. Ab 2020 dann will die Post zu­sam­men mit der deut­schen „FinTech Group“Bank­ge­schäf­te wie­der selbst an­bie­ten.

Ob­das ge­lingt, ist noch nicht ganz si­cher. „Wir sind in in­ten­si­ven Ver­hand­lun­gen mit der Auf­sicht“, sagt Pölzl da­zu. Be­son­ders viel ha­be das Bank­ge­schäft zum Post-Um­satz aber zu­letzt nicht bei­ge­tra­gen, räumt er ein. Und zum Ge­winn? „Ei­ne schwar­ze Null“, sagt der Post-Chef.

Band durch­trennt: Post-Chef Ge­org Pölzl (li.) und Be­zirks­vor­ste­her Ge­org Pa­pai

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