„Ab­kom­men drin­gend nö­tig“

Kurier (Samstag) - - POLITIK -

Rück­nah­me. Im Ge­gen­satz zu Se­bas­ti­an Kurz, der wirt­schaft­li­che Ko­ope­ra­ti­on und den Kampf ge­gen Mi­gra­ti­on bei dem Tref­fen nicht in Zu­sam­men­hang brin­gen woll­te, sprach Paul Ka­ga­me das ex­pli­zit an: Wenn Eu­ro­pa so viel Geld in Afri­ka in­ves­tie­re, wie es auf ei­ge­nem Bo­den für die Be­treu­ung von Mi­gran­ten auf­wen­det, könn­ten vie­le Men­schen in ih­ren Hei­mat­län­dern ge­hal­ten wer­den.

Mi­gra­ti­ons­ex­per­te Ge­rald Kn­aus, Mi­t­ar­chi­tekt des EU/Tür­kei-Deals, warnt Eu­ro­pa vor wei­te­rem Zö­gern. Seit dem Flücht­lings­gip­fel im Ju­ni, bei dem ei­lig ei­ne Ab­sichts­er­klä­rung in Sa­chen Mi­gra­ti­on ver­fasst wur­de, sei kaum Kon­kre­tes pas­siert: „Wir brau­chen drin­gend rea­lis­ti­sche Rück­nah­me-Ab­kom­men mit den Her­kunfts­län­dern“, et­wa in West­afri­ka. Gleich­zei­tig müs­se man den Län­dern at­trak­ti­ve An­ge­bo­te zur le­ga­len Mi­gra­ti­on ma­chen, so Kn­aus.

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