Kurier (Samstag)

Service Die Wohnung haustiersi­cher machen

Wer eine Katze oder einen Hund zu Hause hat, dem wird so schnell nicht langweilig. Damit es den haarigen Freunden in der Wohnung gut geht, gilt es einiges zu beachten.

- VON ANGELIKA GROß

» Wennein Hundoderei­ne Katze indieeigen­envier Wändeeinzi­eht, ist das eine große Bereicheru­ng. Es bedeutet jedoch auch, Verantwort­ung zu übernehmen.

Denn ganz egal, ob großes Haus mit Garten oder kleine Wohnung in der Stadt – das Zuhause muss (tier)sicher gemacht werden. Ines Kmemta-Tasmali ist Tierärztin in Wienundwei­ß, wasim Alltagalle­s passieren kann, wenn man nicht aufpasst: „Bevor eine Katze in die Wohnung einzieht, muss man unbedingt den Balkon mit einem Katzennetz sichern. Wenn man Kippfenste­r hat, sollte man darauf verzichten, diese zu kippen.“Wenn nämlich eine Katze versucht, durch das gekippte Fenster durchzusch­lüpfen, ist die Gefahr groß, dass sie dabei stecken bleibt und verletzt wird.

Aber auch beim Einzug eines Hundewelpe­n lauern Gefahren im Haus, die man rechtzeiti­g erkennen und ausschalte­n sollte. „Vorsicht vor Bällen oder anderen Spielsache­n, die herumliege­n und leicht anzubeißen sind: Hundewelpe­n könnten etwas davon verschluck­en.“Außerdem sind für einen Hund „Rückzugsor­te“in der Wohnung besonders wichtig. Das weiß auch Eva Persy von der Tierschutz Ombudsstel­le in Wien: „Hunde brauchen definierte Rückzugsor­te, sozusagen ein „Leo“für den Hund. Dort darf man ihn dann auch nicht stören. Das kann auch ein eigenes Zimmer sein, in das der Hund sich zurückzieh­t,wenn er Ruhe braucht. Hunde schlafen durchschni­ttlich 17 Stunden am Tag und das sollte man ihnen auch gönnen.“

Natürlich ist für den Hund neben dem Schlaf auch der Auslauf wichtig. „Man muss mit dem Hund regelmäßig Gassi gehen und ihm die Chance geben, mit anderen Hunden zu spielen“, erklärt KmentaTasm­ali. Mit Katzen muss man nicht raus gehen, sie erkunden gerne selbst die Wohnung. Damit dabei nichts passiert, empfiehlt die Tierärztin: „Herdplatte­n, die sich bei Berührunge­n einschalte­n, sollte man sichern. Und keine giftigen Pflanzen in der Wohnung haben. Katzen könnten daran schlecken, weil das ihrem natürliche­n Instinkt entspricht.“Was vielleicht noch nicht ausreichen­d bekannt ist: „Wohnungska­tzen muss man Katzengras anbieten“, so Persy, weil das wichtig für die Verdauung der Stubentige­r ist. Außerdem freuen sich Katzen über einen Kratzbaum, der „am besten vor dem Fenster steht und oben eine Plattform zum Hinlegen hat. Denn Katzen wollen gern einen Überblick haben“, erklärt Persy. Egal ob Hund oder Katze bei ihnen einziehen, in jedem Fall sollten Sie sich ausgiebig informiere­n, um das passende Tier für sich zu finden. Denn mit der Anschaffun­g eines Haustieres übernimmt man Verantwort­ung für ein Lebewesen. Außerdem sollte man vorab einen Blick in die Hausordnun­g werfen oder direkt mit der Hausverwal­tung klären, welche Haustiere in der Wohnung erlaubt sind. «

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Eva Persy, Tierschutz­ombudsstel­le Wien
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Ines Kmenta-Tasmali, Tierärztin und Inhaberin von Tierartzwi­en

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