Pla­ne­ten­seil­bahn in Linz: Püh­rin­ger for­dert ge­nau­en Bu­si­ness-Plan

Ke­pla­ri­um. „Ke­p­ler-Dom“und Pla­ne­ten-Seil­bahn sol­len neue At­trak­tio­nen in Linz wer­den.

Kurier - - OBERÖSTERREICH - VON

Zu­rück­hal­tend re­agiert Lan­des­haupt­mann Jo­sef Püh­rin­ger auf die Plä­ne des Ver­eins Ke­p­ler­fo­rum, auf dem Lin­zer Schloß­berg ei­nen teils un­ter­ir­di­schen „Ke­p­ler-Dom“und ei­ne Seil­bahn mit ku­gel­för­mi­gen Gon­deln in Pla­ne­ten­op­tik zu er­rich­ten, die den Schloß­berg mit dem Ars Elec­tro­ni­ca Cen­ter, dem Bruck­ner­haus, dem Len­tos und ei­nen Park­platz ver­bin­den sol­len. Das Pro­jekt soll in Sum­me zwi­schen 100 und 120 Mil­lio­nen Eu­ro kos­ten, die die Be­trei­ber privat fi­nan­zie­ren wol­len.

„Ei­ne öf­fent­li­che Fi­nan­zie­rung ist das größ­te Hin­der­nis“, sagt Püh­rin­ger, „der Groß­teil der Steu­er­zah­ler wür­de das nicht ver­ste­hen. Erst wenn man die Wirt­schaft­lich­keit dar­stel­len kann, kann man mit ei­ner ernst­haf­ten Dis­kus­si­on be­gin­nen.“Man müs­se von An­fang an al­le Nach­tei­le mit be­den­ken. Man müs­se die tech- ni­schen Mög­lich­kei­ten genau prü­fen, wei­ters mög­li­che Ein­wän­de von An­rai­nern, au­ßer­dem müs­se ein ge­nau­er Bu­si­ness-Plan vor­lie­gen. Die Idee sei an sich nicht neu. Wenn sich pri­va­te In­ves­to­ren fän­den, die das wirt­schaft­lich dar­stel­len könn­ten, müss­te die Stadt Linz In­ter­es­se ha­ben.

Pro­jekt­ent­wick­ler Erich Gattrin­ger hat nach ei­ge­nen An­ga­ben bis­her acht nam­haf­te Wirt­schafts­trei­ben­de fix als Un­ter­stüt­zer gewonnen. Wie viel der Kos­ten von 60 bis 70 Mil­lio­nen Eu­ro für den Dom und der 40 bis 50 Mil­lio­nen für die Seil­bahn von den In­ves­to­ren bei­ge­steu­ert wür­den, woll­te Gattrin­ger nicht sa­gen. Der Lan­des­haupt­mann und der Lin­zer Bür­ger­meis­ter­meis­ter Klaus Lu­ger hät­ten in den Ge­sprä­chen ob der Kos­ten je­den­falls „er­schro­cken“re­agiert.

Linz-Tex­til-Chef Dio­nys Leh­ner Back­aldrin-Chef Pe­ter Au­gen­d­op­ler lieb­äu­geln stär­ker mit der Seil­bahn als Tou­ris­mus-Ma­gnet für die Stadt.

Für den Lei­ter des Wie­ner Pla­ne­ta­ri­ums Wer­ner Gruber steht eher die wis­sen­schaft­li­che Seite im Vor­der­grund. Er ver­weist auf St. Pöl­ten, wo Pla­ne­ta­ri­um, Stern­war­te und Sci­ence-Cen­ter oh­ne Ge­bäu­de nur um die zwei Mil­lio­nen Eu­ro kos­ten wür­den.

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