Auch bei Bio er­laubt die EU Pflan­zen­schutz­mit­tel

Richt­li­nie. Pflanz­li­che und tie­ri­sche Sub­stan­zen, die im öko­lo­gi­schen Land­bau Tra­di­ti­on ha­ben

Kurier - - WIRT­SCHAFT -

Die Bio-Richt­li­ne der Eu­ro­päi­schen Uni­on er­laubt sehr wohl auch den Ein­satz von Pflan­zen­schutz­mit­teln. Da­zu ge­hö­ren pflanz­li­che und tie­ri­sche Sub­stan­zen ge­nau­so wie Mi­kro­or­ga­nis­men (Bak­te­ri­en, Vi­ren oder Pil­ze) so­wie an­de­re Sub­stan­zen, „die tra­di­tio­nell im öko­lo­gi­schen Land­bau ver­wen­det wer­den“, steht im Amts­blatt der Eu­ro­päi­schen Uni­on ge­schrie­ben.

Als Fun­gi­zi­de (Wirk­stof­fe ge­gen Pil­ze) dür­fen et­wa Cal­ci­um­hy­droxid (ge­lösch­ter Kalk) oder Kup­fer in di­ver­sen For­men ver­wen­det wer­den. Kup­fer­oxid wird sonst für fäul­nis­hem­men­de Un­ter­was­ser­schiffs­an­stri­che ein­ge­setzt. Die Kup­fer­lö­sung ist gif­tig für Al­gen und hemmt de­ren An­satz auf den Schiffs­wän­den.

Spe­zi­ell für Obst­kul­tu­ren sind auch Mi­ne­ral­öle so­wie Ka­li­um­per­man­ga­nat zu­ge­las­sen. Die­ser Wirk­stoff gilt als stark was­ser­ge­fähr­dend. Die aku­te Gif­tig­keit ist ge­ring. Die Sub­stanz hat ei­ne aus­ge­präg­te Reiz­wir­kung auf le­ben­des Ge­we­be. Auch bei den In­sek­ti­zi

(Wirk­stof­fe ge­gen In­sek­ten)gibt es laut EU-Bio-Richt­li­nie ei­ne brei­te Aus­wahl. Aza­di­rach­tin hemmt die Lar­ven­ent­wick­lung zahl­rei­cher In­sek­ten. Für Säu­ge­tie­re soll das Mit­tel aber re­la­tiv un­schäd­lich sein.

Spi­no­sad wird vor al­lem ge­gen Rau­pen ein­ge­setzt. Der Wirk­stoff wur­de in der Eu­ro­päi­schen Uni­on im Fe­bru­ar 2007 für An­wen­dun­gen als In­sek­ti­zid im kon­ven­tio­nel­len An­bau zu­ge­las­sen.

Das In­sek­ti­zid Ro­te­non ist für Fi­sche sehr gif­tig. Für Säu­ge­tie­re und Bie­nen ist es laut di­ver­ser Stu­di­en hin­ge­gen we­ni­ger gif­tig.

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