AmSonn­tag be­kommt­nicht ein­mal Ama­zon Pri­me ein Pa­ket bei uns durch.

Kurier - - Politik -

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Der Bun­des­prä­si­dent kann oh­ne Be­gleit­schutz auch schnell ein­mal ein Pa­cker­lMilch ein­kau­fen ge­hen. 63

„Eh“ist einWort, das im deut­schen Sprach­raum nur uns ge­hört. 64

Hu­deln sol­len an­de­re. Wir schau­en erst ein­mal links und rechts. 65 (Da­her­blin­ken­bei­uns auch dieAm­peln, be­vor sie die Far­be­wech­seln.) 66

In un­se­ren Lei­tun­gen fließt Trink­was­ser, so­gar in der Stadt. 67

Wir hat­ten Ro­my Schnei­der.

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Wir ver­ge­ben je­des Jahr ei­ne RO­MY. 69

Wir ken­nen auch schlüpf­ri­ge Wit­ze. 70 ist bei uns ei­gent­lich kein Al­ter. 71

Wir ver­er­ben un­se­re Häu­ser.

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Aber wir ver­schul­den uns bis zur über­nächs­ten Ge­ne­ra­ti­on. 73 Un­se­reBä­cker­ver­kau­fen ex­zel­len­tes Brot. 74

Wir ha­ben den En­zi­an un­terNa­tur­schutz ge­stellt, da­mit er nicht im Alm­dud­ler lan­det. 75

Wir sind be­kannt für „Sound of Mu­sic“. 76

Und sind die ein­zi­gen, die den Film noch nie ge­se­hen ha­ben. 77

„Auf die Couch le­gen“wur­de in Wi­en er­fun­den.

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Wir ha­ben­we­gen des Golf­kriegs den Opern­ball ge­can­celt, aber nicht die Ski-WM. 79

Ein Kärnt­ner Lan­des­haupt­mann be­such­te Sad­damHus­sein.

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Ge­gen die Bun­des­län­der geht bei uns prin­zi­pi­ell gar nix.

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Wir re­den­vonEnt­po­li­ti­sie­rung und mei­nen „Um­fär­bung“. 82

Wir dür­fen sport­li­cher­wei­se nur ein Par­tei­buch be­sit­zen.

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Zi­vi­lis­ten tra­gen bei uns mehr Ti­tel als das Mi­li­tär.

84 DieWehr­pflicht­dau­ert nur noch so lan­ge wie ein Aus­lands­se­mes­ter. 85

So­gar Kim Kar­da­shi­an muss­te ir­gend­wann in Richard Lug­ners Rea­li­ty­show.

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Wir ret­ten imSom­mer je­den Tag 100 deut­sche Tou­ris­ten von un­se­ren Berg­gip­feln. 87

Wir sind links und rechts von ei­nem tie­fen und ei­nem fla­chen See be­grenzt.

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Wir schmun­zeln heim­lich­dar­über, dass Pe­ter Hand­ke noch im­mer kei­nenNo­bel­preis hat. 89

Wir sind nicht Papst (Es­war knapp). 90

Von oben be­trach­tet schaut un­ser Land aus wie ein gut ge­klopf­tes Schnit­zel. 91

Wir ver­zich­ten re­spekt­voll auf Gags mit „Ketch­up-Mayo­nai­se-Ketch­up“.

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Wir tren­nen Kir­che und Staat. 93

Wir­ma­chen fol­ge­rich­tig zu Al­ler­hei­li­gen kol­lek­tiv Herbst­fe­ri­en. 94

Man will ja vor de­mWeih­nachts­stress aus­ge­ruht sein.

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Wenn wir neue Ab­fang­jä­ger brau­chen, geht ein lau­tes Seuf­zen durch das Land. 96

Der Stamm­tisch ist in­Wahr­heit der ein­zi­geOrt, über den wir ver­läss­lich die Luft­ho­heit be­hal­ten.

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Bes­ser als un­se­re Mehl­spei­sen il­lus­trie­ren nur un­se­re Mu­se­en die gro­ße Ver­gan­gen­heit, für die wir von un­se­ren Tou­ris­ten ge­liebt­wer­den. 98

Hin und wie­der kom­men­wir schon auch ein­mal ins Grü­beln. 99

Wir füh­len uns dann doch recht klein.

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Und trös­ten uns da­mit, dass wir un­se­re run­den Ge­burts­ta­ge be­son­ders groß fei­ern.

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