Kin­der­ar­mut.

Ei­ne 10-Jäh­ri­ge­nützt ih­reChan­ce. Vie­leKin­der in­Ugan­da be­kom­men­gar kei­ne

Kurier - - Thema -

ie 10-jäh­ri­ge Gra­ce er­trägt kaum, wenn je­mand krank ist. Lie­be­voll küm­mert sie sich um Ge­schwis­ter, wenn es ih­nen nicht gut geht. „An­de­ren Men­schen zu hel­fen ist tief in ihr ver­wur­zelt“, sagt ih­reMa­ma Ro­bi­na.

Gra­ce lebt in ei­nem der vier SOS-Kin­der­dör­fer in Ugan­da, Ro­bi­na ist ih­re SOS-Ma­ma. Nach vier Le­bens­jah­ren im Elends­vier­tel amU­fer des Vik­to­ria­sees und dem Tod des Va­ters konn­te si­chGra­ces leib­li­che Mut­ter nicht mehr um das Klein­kind küm­mern. Ein häu­fi­ges Schick­sal in Ugan­da: Po­li­ti­sche Un­ru­hen, Krie­ge, AIDS und Na­tur­ka­ta­stro­phen hin­ter­lie­ßen in dem afri­ka­ni­schen Land 2,4 Mil­lio­nen Wai­sen­kin­der. Vie­le le­ben bei Ver­wand­ten, vie­le le­ben auf der Stra­ße, wo das Faust­recht herrscht: von äl­te­ren Kin­dern, von Er­wach­se­nen oder so­gar Po­li­zis­ten be­droht, se­xu­ell miss­braucht, aus­ge­beu­tet. Und je­nen 70 Pro­zent der Kin­der, die bei der Ge­burt nicht re­gis­triert wur­den, droht Ver­schlep­pung oder Ver­skla­vung. Ins­ge­samt sind Kin­der in Ugan­da die größ­te Be­völ­ke­rungs­grup­pe in­Ar­mut.

Gra­ce lebt im SOS-Kin­der­dorf, aber auch Men­schen in der Nach­bar­schaft wird ge­hol­fen: Fa­mi­li­en­stär­kungs­pro­gram­me

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