Tech­no­lo­gie-Schmie­den

Was die Tech­no­lo­gie­zen­tren an­bie­ten

KURIER_BURGENLAND - - Editorial -

In sechs Tech­no­lo­gie­zen­tren sam­meln sich im Bur­gen­land in­no­va­ti­ve Un­ter­neh­men und For­schungs­stät­ten. Zu ih­ren Spe­zi­al­ge­bie­ten zäh­len LED-Tech­nik, Mechatronik und Tou­ris­mus.

Die Mie­ter­lis­te der sechs Tech­no­lo­gie­zen­tren des Bur­gen­lan­des liest sich wie das Who’s who der hei­mi­schen Wirt­schaft. Sie­mens, Santan­der, Ener­con, Tri­do­nic oder Lu­mi­tec sind nur ei­ni­ge der in­ter­na­tio­nal höchst er­folg­rei­chen Kon­zer­ne, die seit 1997 zwi­schen Neu­siedl am See und Jen­ners­dorf ei­ne Toch­ter­fir­ma oder ei­ne Pro­duk­ti­ons­stät­te er­rich­tet ha­ben. Die Tech­no­lo­gie­zen­tren, die im Be­sitz der BELIG, ei­ner Toch­ter­fir­ma der Bur­gen­län­di­schen Lan­des­hol­ding, ste­hen, bie­ten da­bei vor al­lem jun­gen Wachs­tums­un­ter­neh­men idea­le

Tri­do­nic aus Jen­ners­dorf be­leuch­tet das Ma­dri­der In-Lo­kal Ta­tel mit sei­nen LEDs

Ar­beits­be­din­gun­gen, oft in un­mit­tel­ba­rer Nä­he zu wich­ti­gen For­schungs­und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen des Lan­des, et­wa der Fach­hoch­schu­le Bur­gen­land­mi­tih­ren Stand­or­ten­in Ei­sen­stadt oder in Pinkafeld. Ge­sucht: Tech­nik-Start-ups. Die sechs Tech­no­lo­gie­zen­tren im Bur­gen­land ver­fol­gen un­ter­schied­li­che tech­no­lo­gi­sche Schwer­punk­te. Ei­sen­stadt hat sich zu ei­nem ös­ter­reich­weit be­kann­ten Zen­trum für In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gie ent­wi­ckelt. Da­bei pro­fi­tie­ren Un­ter­neh­men wie Sie­mens oder Santan­der von den gut aus­ge­bil­de­ten Spe­zia­lis­ten der FH Bur­gen­land, die sich räum­lich in un­mit­tel­ba­rer Nä­he zum Tech­no­lo­gie­zen­trum be­fin­det. Ei­ne Nä­he, die durch­aus be­ab­sich­tigt ist. Denn mit Hil­fe der Tech­no­lo­gie­zen­tren will die Lan­des­re­gie­rung bis 2020 rund 4800 neue Ar­beits­plät­ze vor al­lem durch tech­no­lo­gie-af­fi­ne Start-ups schaf­fen. Wirt­schafts­lan­des­rat Alex­an­der Pet­sch­nig: „Wir wer­den Start-ups im Kon­text mit hoch­pro­duk­ti­ven High­tech-Un­ter­neh­men groß­zü­gig un­ter­stüt­zen.“Wie eng die Ver­flech­tung von Tech­no­lo­gie­zen­tren, Un­ter­neh­men und den Fach­hoch­schu­len im Bur­gen­land ist, zeigt das Bei­spiel Pinkafeld. Seit dem Jahr 2000 er­mög­licht dort ein hoch­tech­ni­sches, knapp 1000 Qua­drat­me­ter gro­ßes Ver­suchs­la­bor ei­ne ak­ti­ve Ko­ope­ra­ti­on zwi­schen Wirt­schaft und Wis­sen­schaft, die vor al­lem von Un­ter­neh­men aus dem Be­reich Ener­gie- und Um­welt­ma­nage­ment so­wie Ge­bäu­de­tech­nik ge­sucht wird. Tech­no­lo­gie­ori­en­tier­te Jung­un­ter­neh­mer, vor al­lem aus dem Be­reich Bio­tech­no­lo­gie, sind auch ei­ne wich­ti­ge Ziel­grup­pe für das Tech­no­lo­gie­zen­trum Neu­siedl, wo sich dank der aus­ge­zeich­ne­ten Ver­kehrs­an­bin­dung auch vie­le Un­ter­neh­men mit Wi­en­be­zug nie­der­las­sen.

Kom­pe­tenz bei er­neu­er­ba­ren Ener­gi­en. In Güs­sing hat sich das Tech­no­lo­gie­zen­trum ge­mein­sam mit dem Tech­ni­kum Güs­sing auf die Ent­wick­lung von er­neu­er­ba­ren Ener­gie­trä­gern spe­zia­li­siert. Heu­te ist Güs­sing ein in­ter­na­tio­nal an­er­kann­tes Zen­trum für er­neu­er­ba­re Ener­gi­en, des­sen Pro­jek­te welt­weit ge­fragt sind. Welt­wei­te An­er­ken­nung hat sich auch das süd­bur­gen­län­di­sche Jen­ners­dorf als Zen­trum der LED-Tech­nik er­ar­bei­tet.

Die LEDs für die Out­lets der Schmuck­ket­te Ca­denz­za stam­men aus Jen­ners­dorf

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