Fach­ge­recht und kom­pe­tent

Im Pfle­ge­be­reich ist das Bur­gen­land ös­ter­reich­weit Vor­rei­ter

KURIER_BURGENLAND - - Editorial - -PAUL CHRIS­TI­AN JEZEK

im pfle­ge­be­reich ist das Bur­gen­land ös­ter­reich­weit vor­rei­ter. in 45 Al­ten­wohn- und pfle­ge­hei­men wer­den mehr als 2000 men­schen be­treut. Da­zu gibt es 24-st­un­den-pf le­ge, mo­bi­le pf le­ge und be­treu­tes woh­nen.

Das bur­gen­län­di­sche Ge­sund­heits­sys­tem nimmt im Bun­des­län­der­ver­gleich ei­nen Spit­zen­platz ein“, sagt So­zi­al­lan­des­rat Nor­bert Da­ra­bos. „Be­gon­nen von der Stand­ort­ga­ran­tie für die fünf Kran­ken­häu­ser, über die mehr als 40 Pfle­ge­hei­me (drei da­von di­rekt vom Land ge­mein­sam mit der VAMED be­trie­ben), über die (mo­bi­le) Haus­kran­ken­pfle­ge bis hin zur 24-St­un­den-Be­treu­ung ha­ben wir ein Ge­samt­pa­ket ge­schnürt, da­mit im Bur­gen­land in die­sem Be­reich die best­mög­li­che Ver­sor­gung ge­ge­ben ist.“Da­mit das auch in Zu­kunft so bleibt, müs­se die So­zi­al­po­li­tik im­mer wie­der neu aus­ge­rich­tet wer­den: Im­mer­hin be­zie­hen im Bur­gen­land an die 18.300 Men­schen Pfle­ge­geld. Mehr als 12.000 von ih­nen wer­den zu Hau­se von An­ge­hö­ri­gen be­treut – oh­ne In­an­spruch­nah­me von Pfle­ge­diens­ten. Das Gros der Pfle­ge­leis­tun­gen trägt im Bur­gen­land so­mit im­mer noch der oder die An­ge­hö­ri­ge. Die Qua­li­tät der Al­ten­wohn- und Pfle­ge­hei­me wird durch das Bur­gen­län­di­sche Al­ten­wohn- und Pfle­ge­heim­ge­setz (LGBl. Nr. 61/1996) und die dies­be­züg­li­che Ver­ord­nung (LGBl. Nr. 55/1998) ge­re­gelt. Ei­ne Kom­mis­si­on von Sach­ver­stän­di­gen prüft die Ein­rich­tun­gen re­gel­mä­ßig hin­sicht­lich der Ein­hal­tung vor­ge­ge­be­ner Qua­li­täts­stan­dards. Ne­ben der Be­treu­ung in ei­nem Heim gibt es al­ter­na­ti­ve Wohn­for­men wie z. B. „Be­treu­tes Woh­nen Plus“, das 2013 vom Land als Pi­lot­pro­jekt ei­nes Wohn­mo­dells für Men­schen mit ge­rin­ge­rem Be­treu­ungs­be­darf ge­star­tet wur­de. Mitt­ler­wei­le wer­den an neun Stand­or­ten rund 200 Per­so­nen be­treut.

Am­bu­lant. Im Be­reich Haus­kran­ken­pfle­ge hat das Land mit den in der „Ar­beits­ge­mein­schaft Haus­kran­ken­pfle­ge und so­zia­le Di­ens­te“zu­sam­men­ge­schlos­se­nen Or­ga­ni­sa­tio­nen ei­ne Ver­ein­ba­rung ab­ge­schlos­sen, um die Leis­tungs­er­brin­gung nach fest­ge­leg­ten Qua­li­täts­kri­te­ri­en im gan­zen Land si­cher­zu­stel­len. Dem­nach wird ein Teil der Ge­samt­kos­ten vom Land ge­tra­gen – der hil­fe­be­dürf­ti­gen Per­son wer­den lan­des­ein­heit­lich ge­re­gel­te St­un­den­sät­ze für die rei­ne Pfle­ge­zeit (oh­ne Fahrt­zeit) in Rech­nung ge­stellt. Das sind nach ak­tu­el­lem Stand für Di­plom­pfle­ge 25,90, für Pfle­ge­hil­fe 20,90 und für Heim­hil­fe 16,90 Eu­ro.

So wird’s ge­macht. Haus­kran­ken­pfle­ge wird von di­plo­mier­tem Ge­sund­heits­und Kran­ken­pfle­ge­per­so­nal so­wie Pfle­ge­hel­fern ge­leis­tet und bie­tet fach­ge­rech­te Pfle­ge so­wie kom­pe­ten­te Be­ra­tung der Pa­ti­en­ten und der An­ge­hö­ri­gen. Die­se Auf­ga­ben wer­den in Zu­sam­men­ar­beit mit dem Haus­arzt wahr­ge­nom­men. Heim­hil­fe hin­ge­gen bie­tet Un­ter­stüt­zung bei all­täg­li­chen Ver­rich­tun­gen wie haus­wirt­schaft­li­che Tä­tig­kei­ten, ein­fa­che Kör­per­pfle- ge, An- und Aus­klei­den etc. Die In­an­spruch­nah­me der Haus­kran­ken­pfle­ge wie auch der Heim­hil­fe er­folgt bei ei­ner der Trä­ger­or­ga­ni­sa­tio­nen.

Or­ga­ni­sa­tio­nen. Lan­des­weit tä­ti­ge Trä­ger­or­ga­ni­sa­tio­nen von Pfle­ge- und Be­treu­ungs­diens­ten sind das Bur­gen­län­di­sche Hilfs­werk, Ca­ri­tas der Diö­ze­se Ei­sen­stadt so­wie Ro­tes Kreuz und Volks­hil­fe. Lo­kal tä­tig sind wei­ters un­ter an­de­rem der Evan­ge­li­sche Dia­ko­nie­ver­ein in Pinkafeld, der Ver­ein „So­zial­in­itia­ti­ve Groß­pe­ters­dorf“, die So­zi­al­sta­ti­on Neu­dörfl oder die Haus­kran­ken­pfle­ge Pött­sching.

Im Bur­gen­land le­ben der­zeit rund 15.000 Men­schen, die äl­ter als 80 Jah­re sind. In fünf Jah­ren wer­den es be­reits et­wa 20.000 sein.

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