SMART HO­ME MIT SI­CHER­HEITS­LÜ­CKEN

Sind Haus­halts­ge­rä­te und Alarm­an­la­ge mit dem In­ter­net ver­bun­den, kann es pas­sie­ren, dass im ver­netz­ten und au­to­ma­ti­sier­ten Zu­hau­se die Ein­bre­cher übers WLAN ein­stei­gen

KURIER_DIGITAL FUTURE - - DEVOLO - -FLO­RI­AN CHRIS­TOF

Sys­te­me, die ver­netzt und mit dem In­ter­net ver­bun­den sind, lau­fen im­mer Ge­fahr, dass sie an­ge­grif­fen oder von Un­be­fug­ten oder gar Kri­mi­nel­len über­nom­men wer­den. „Ich wür­de mir gut über­le­gen, wo ich draht­los ver­netz­te Sys­te­me zu Hau­se ein­set­ze. Bei ei­ner Be­leu ch tungss teue­rung ist das Ri­si­ko noch re­la­tiv ge­ring. An­ders sieht dies na­tür­lich bei Alarm­an­la­gen aus“, sagt To­bi­asZilln er, IT-Sich er heits­forsc her bei der Wie­ner Fir­ma Co­gno­sec. Dem­nach be­steht vor al­lem bei kos­ten­güns­ti­gen Ein­zel­lö­sun­gen ei­ne er­höh­teSic her heits ge­fahr. Die Stan­dards, über die ver­netz­te Ge­rä­te kom­mu­ni­zie­ren, sind zu­dem oft ver­al­tet und nicht aus­rei­chend ge­si­chert. „Bei ei­ner Ana­ly­se ha­ben wir in vie­len Über­tra­gungs pro­to­kol­len Lü­cken ge­fun­den und auch die Her­stel­ler in­for­miert. Dort war das In­ter­es­se an un­se­ren Er­geb­nis­sen aber nicht im­mer hoch“, sagt Zill­ner. Nut­zern, die ih­ren Haus­halt smar­ter ma­chen wol­len, rät der Fach­mann, sich ge­nau zu in­for­mie­ren und die Mög­lich­kei­ten aus­zu­lo­ten. „Es gibt vie­le Her­stel­ler und durch­aus auch se­riö­se Pro­duk­te, die si­cher im­ple­men­tiert wer­den kön­nen“, sagt Zill­ner, der zu Hau­se sel­ber ver­netz­te Tem­pe­ra­tur- und Be­we­gungs­mel­der ver­wen­det. Vor al­lem Alarm­an­la­gen, mit de­nen ei­gent­lich Ein­brü­che ver­hin­dert wer­den sol­len, sind stark von der­ar­ti­gen Ge­fah­ren be­trof­fen. Mit ein­fa­chen Stör­sen­dern las­sen sich et­wa Be­we­gungs­sen­so­ren von Funk Alarm­an­la­gen au­ßer Kraft set­zen. Wenn die Be­we­gungs­sen­so­ren au­ßer Kraft ge­setzt wer­den, geht nicht nur kein Alarm los, son­dern das Sys­tem ver­hält sich auch im Nach­hin­ein so, als wä­re nichts ge­we­sen. „Das Be­wusst­sein für die­se Pro­ble­me ist noch nicht hoch ge­nug“, sagt Zill­ner und be­fürch­tet, dass Au­to­ma­ti­sie­rungs­sys­te­me in den kom­men­den Jah­ren im­mer häu­fi­ger Ziel von An­grei­fern wer­den. „All die Schwach­stel­len wer­den bei grö­ße­rer Ver­brei­tung be­stimmt noch öf­ter aus­ge­nutzt wer­den.“

IN­DI­VI­DU­EL­LE SI­CHER­HEIT. Bei maß­ge­schnei­der­ten Lö­sun­gen von pro­fes­sio­nel­len Kom­plett­an­bie­tern sieht dies ein we­nig an­ders aus. Hier kann in­di­vi­du­ell auf die Si­cher­heits­an­sprü­che der Kun­den ein­ge­gan­gen wer­den. „Das Netz­werk ist im­mer so si­cher wie sei­ne Fi­re­wall. Wer Angst hat, ge­hackt zu wer­den muss mehrSic her heits­bar­rie ren ein­zie­hen “, sagt Ste­phen Lö­wen st­ein, vom Smart-Ho­me Aus­stat­ter lö­wen stein­home­comf ort im Ge­spräch mit der futurezone. Um das Ri­si­ko ei­nes An­griffs zu re­du­zie­ren, be­steht au­ßer­dem die Mög­lich­keit, das Heim au­to­ma­ti sie rungs sys­tem nur bis zu ei­nem ge­wis­sen Grad mit dem In­ter­net zu ver­bin­den, wie Mar­tin Öl­ler, Chef des Smart-Ho­me-An­bie­ters Lo­xo­ne er­klärt: „Un­ser Sys­tem funk­tio­niert auch oh­ne In­ter­net an­bin­dung. Es kann kom­plett ab­ge­schot­tet wer­den, oh­ne dass man von au­ßer­halb dar­auf zu­grei­fen kann.“

So prak­tisch die Haus­steue­rung übers In­ter­net sein kann, so ein­la­dend ist sie aber auch für Ein­bre­cher

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