„WAR­UM NICHT EIN SUV HAL­BIE­REN?“

Der us-Ame­ri­ka­ner Da­ni­el kim hat mit sei­ner fir­ma lit mo­tors ein emo­tor­rad ent­wor­fen. Er spricht über un­fäl­le, si­cher­heit und die zu­kunft der mo­bi­li­tät.

KURIER_DIGITAL FUTURE - - SMART LIVING - -DA­VID KO­TRBA

Das Elek­tro­fahr­zeug C-1 soll den Stra­ßen­ver­kehr mit ei­nem in­no­va­ti­ven An­triebs­kon­zept auf­mi­schen. Wir ha­ben mit sei­nem Er­fin­der Da­ni­el Kim ge­spro­chen.

Seit wann ar­bei­ten Sie an der Ent­wick­lung ih­res Elek­tro­fahr­zeugs C-1? Da­ni­el Kim: An die­sem lus­ti­gen Pro­jekt ar­bei­te ich seit 2004.

Sie ha­ben frü­her mit SUVs experimentiert und wur­den da­bei bei­na­he von ei­nem Land Ro­ver er­drückt … Ja, ich bin sehr un­fall­ge­fähr­det. Al­le zehn Jah­re ha­be ich ei­nen le­bens­ge­fähr­li­chenUn­fall.Mein­letz­ter­wa­rerst ver­gan­ge­nes Jahr. Da bin ich mit dem Mo­tor­rad auf ei­ner Renn­stre­cke ver­un­glückt. Na­ja, al­so ich ha­be ei­ni­ge Sa­chen ka­putt ge­macht und wä­re bei­na­he ge­stor­ben.

Was wur­de aus der SUV-Bast­le­rei? Ich ha­be mir ir­gend­wann ge­dacht, dass SUVs wirk­lich schwer sind und meist­fährt­nu­r­ei­nePer­son­da­mit.Al­so war­um nicht ein­fach ein SUV hal­bie­ren?

Das C-1 sieht bei­na­he so aus wie die BMW C1, ein Mo­tor­rad mit Ka­bi­nen­dach. Das ist nur ei­ne Ar­beits­be­zeich­nung, die wir wahr­schein­lich noch än­dern wer­den. Das C-1 be­grün­det ei­ne neue Ka­te­go­rie von Fahr­zeu­gen, die wir AEV nen­nen. Das steht für ‚au­to­ba­lan­cing electric ve­hi­cle‘.

Ich ha­be Vi­de­os vom C-1 an­ge­schaut und fin­de­esun­glaub­lich,dass­man­da­sFahr­zeug nicht um­sto­ßen kann. Es ist un­glaub­lich ro­bust. Man bräuch­te ein Au­to oder ei­nen klei­nen Ele­fan­ten, um das Ding um­zu­wer­fen.

Wie viel Ener­gie fließt in die Gy­ro­sko­pe, die für die Sta­bi­li­tät des Fahr­zeugs ver­ant­wort­lich sind? Am An­fang et­was mehr, um sie in Schwung zu brin­gen, aber wäh­rend der Fahrt ver­brau­chen sie we­ni­ger als ei­ne Glüh­bir­ne.

Wel­chen Vor­teil hat das C-1 im Ver­gleich zu klei­nen vier­räd­ri­gen Au­tos, et­wa ei­nem Re­nault Twi­zy? Die Gy­ro­sko­pe ma­chen das C-1 viel si­che­rer. Sie ab­sor­bie­ren Ener­gie, wenn das Fahr­zeug ge­trof­fen wird. Das C-1 ist fast so ae­ro­dy­na­misch wie ein Flug­zeug. Es fährt lo­cker 160 km/h. Durch zwei Rä­der gibt es we­ni­ger Roll­wi­der­stand. Wür­den Sie ih­re Tech­no­lo­gie an ei­nen Fahr­zeug­her­stel­ler ver­kau­fen? Mein Ziel ist es, die Tech­no­lo­gie vor­an­zu­brin­gen. Ver­kau­fen kön­nen wir sie im­mer. Wir könn­ten auch Li­zen­zen an lo­ka­le Part­ner ver­ge­ben, et­wa BMW in Deutsch­land oder KTM in Ös­ter­reich etc.

Wann soll die Se­ri­en­pro­duk­ti­on be­gin­nen? Wir müs­sen erst­mal die Fi­nan­zie­rung si­cher­stel­len. Der Markt­start soll­te dann et­wa 24 Mo­na­te spä­ter er­fol­gen.

Wie viel wird das C-1 un­ge­fähr kos­ten? Am An­fang un­ge­fähr 24.000 Dol­lar. Bei grö­ße­rem Pro­duk­ti­ons­vo­lu­men könn­te es auch we­sent­lich we­ni­ger sein.

Das Elek­tro­fahr­zeug C-1 ist dank zwei­er Gy­ro­sko­pe als Zwei­rad so sta­bil wie ein vier­räd­ri­ges Au­to. An­ge­trie­ben wird es von Elek­tro­mo­to­ren

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