AR­MA­NI & AR­BES­SER

KURIER_PRET-A-PORTER - - Fashion-shows -

SIE­BEN JAH­RE LANG AR­BEI­TE­TE DER JUN­GE ÖS­TER­REI­CHER FÜR DEN TRA­DI­TI­ONS­REICHS­TEN

MAI­LÄN­DER NA­MEN, JETZT HAT ER SEL­BER EI­NEN.

So­lan­ge er für Gior­gio Ar­ma­ni ar­bei­te­te, kann­te man sei­nen Na­men in der Mo­de­welt nicht. „Es war ei­ne un­glaub­li­che Eh­re und trotz al­ler har­ten Ar­beit auch ein gro­ßes Ver­gnü­gen, für ei­ne sol­che Le­gen­de zu ar­bei­ten. Ich ha­be in die­sen sie­ben Jah­ren so viel ge­lernt, so vie­le Kon­tak­te ge­knüpft, so vie­le Ge­fah­ren er­kannt, das hilft mir jetzt sehr“, sag­te Ar­thur Ar­bes­ser nach sei­nem Aus­stieg 2012.

Was für ein Mut, ei­nen so groß­ar­ti­gen, si­che­ren Job auf­zu­ge­ben, um sein ei­ge­nes La­bel zu grün­den. Es soll­te sich loh­nen. Be­reits nach der zwei­ten Prä­sen­ta­ti­on über­schlu­gen sich die Lo­bes­hym­nen er­fah­re­ner Mo­de­kri­ti­ker in di­ver­sen in­ter­na­tio­na­len Me­di­en. Das Mo­de­haus Ice­berg en­ga­gier­te ihn zum künst­le­ri­schen Lei­ter für die Da­men­mo­de.

End­lich weht wie­der ein in­ter­es­san­ter Wind durch Mai­land. End­lich sitzt mit Car­lo Ca­pa­sa seit ver­gan­ge­nem Jahr auch wie­der ein Ver­ste­her und Gestal­ter auf dem Prä­si­den­ten­ses­sel der Mo­de­kam­mer. Das war seit 1998 mit dem Ab­gang des Grün­ders, Bep­pe Modenese, nicht mehr der Fall ge­we­sen.

Ca­pa­sa ge­lang im Fe­bru­ar ei­ne Sen­sa­ti­on. Zum ers­ten Mal in der Ge­schich­te der Mai­län­der Mo­de­wo­che kam Staats­prä­si­dent Ma­rio Ren­zi zu ei­nem ei­gens in­sze­nier­ten Er­öf­nungs­Lunch in den Pa­laz­zo Rea­le. Und zeig­te sich an­schlie­ßend in ei­ner Re­de ver­wun­dert dar­über, dass das vor ihm noch kei­ner ge­macht hat­te. Mo­de­schöp­fer von Gior­gio Ar­ma­ni über Do­na­tel­la Ver­sace bis Ar­thur Ar­bes­ser wa­ren be­geis­tert.

NE­BEN MO­DEI­KO­NE GIOR­GIO ist ei­ne Frau der­zeit das Bes­te, was Mai­land zu bie­ten hat: Mi­uc­cia Pra­da. Ih­ret­we­gen muss­te man auch in schwa­chen Zei­ten hier­her­kom­men. Die stu­dier­te Po­li­tik­wis­sen­schaft­le­rin – hat au­ßer ihr noch je­mand ein Dok­to­rat un­ter den Mo­de­schöp­fer(in­ne)n? – bringt je­de Sai­son der­art in­ter­es­san­te Kol­lek­tio­nen auf den Lauf­steg, dass man sie ein­fach nicht ver­säu­men will. An­schlie­ßend eilt man back­s­tage, um aus ih­rem Mund die Be­stä­ti­gung für sei­ne ei­ge­nen Über­le­gun­gen zu ih­ren Schöp­fun­gen zu hö­ren. Oder auch ein­mal das Ge­gen­teil.

ÜB­RI­GENS BACK­S­TAGE – ei­ne wun­der­ba­re Ein­rich­tung. Meist sind es die ganz gro­ßen Na­men, die je­den dort­hin las­sen, der es will. Man­che Häu­ser ver­lan­gen ei­nen Back­s­tage­Pass, den man – mit der Ein­la­dung – be­an­tra­gen muss. Und durch­aus nicht im­mer be­kommt. Man könn­te fast sa­gen: Je un­be­deu­ten­der das Haus, des­to stren­ger wird der Zu­gang be­wacht und kon­trol­liert.

Mo­de­schöp­fe­rin­nen gibt es in Mai­land be­son­ders vie­le: von Lau­ra Bia­giot­ti bis Con­sue­lo Cas­tiglio­ni (Mar­ni). Von der neu­en Ju­gend leuch­ten Dai­zy She­ly, Stel­la Je­an, Uma Wang und Vi­vet­ta Pon­ti her­vor.

So scha­de, dass es Gi­an­ni Ver­sace und Fran­co Mo­schi­no nicht mehr gibt. Aber­wit­zi­ge Mo­de­schau­en mit ei­nem un­glaub­li­chen Auf­wand macht Philipp Plein. Ein­mal ließ er Zu­schau­er im Rol­ler Co­as­ter ra­sen, dann Mo­tor­rä­der über un­zäh­li­ge ka­put­te Au­tos sprin­gen oder Ro­bo­ter sei­ne Show mit­ge­stal­ten. Der Münch­ner hat es da­mit in kür­zes­ter Zeit ge­schaft, zu ei­ner glo­ba­len Mar­ke zu wach­sen.

Bringt mit ge­nia­len Mo­de schau­en auch wie­der Le­ben in die Stadt: Phil­ipp Plein

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