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KURIER_SPECIAL - - LUNGENKREBS -

ster­reichs Ju­gend­li­che sind Eu­ro­pa­meis­ter im Rau­chen. Das ist kein Zu­fall, denn bei der Um­set­zung ge­setz­li­cher Ta­bak­kon­trol­le be­le­gen wir eu­ro­pa­weit den letz­ten Platz. Die Fol­gen schla­gen sich in Krebs­sta­tis­ti­ken nie­der: Rund 90 Pro­zent al­ler To­des­fäl­le bei Lun­gen­krebs in Eu­ro­pa wer­den durch das Rau­chen ver­ur­sacht. Ta­bak­rauch ist ei­ne Mi­schung aus Hun­der­ten un­ter­schied­li­chen Sub­stan­zen. Dar­un­ter sind zahl­rei­che Stof­fe, de­ren krebs­er­re­gen­de Wir­kung nach­ge­wie­sen ist. Von gro­ßer Be­deu­tung sind da­bei Teer, Koh­len­was­ser­stoff­ver­bin­dun­gen und an­de­re che­mi­sche Ver­bin­dun­gen. Das eben­falls ent­hal­te­ne Ni­ko­tin er­zeugt bei bis zu 80 Pro­zent der Rau­cher ei­ne Ab­hän­gig­keit, das Sucht­po­ten­zi­al ist so­mit ver­gleich­bar mit dem von He­ro­in. Zei­chen für ei­ne Ab­hän­gig­keit sind ein star­kes Ver­lan­gen nach Zi­ga­ret­ten spe­zi­ell am Mor­gen, ver­geb­li­che Ver­su­che auf­zu­hö­ren, der Kon­sum von zehn und mehr Zi­ga­ret­ten am Tag und die Ver­nach­läs­si­gung an­de­rer Ak­ti­vi­tä­ten, um rau­chen zu kön­nen. Ne­ben der kör­per­li­chen Sucht nach Ni­ko­tin kann auch ein Lern­ef­fekt im Ge­hirn oder Grup­pen­druck im Freun­des­kreis die Ab­hän­gig­keit ver­stär­ken. Doch selbst stark ab­hän­gi­ge Rau­cher ha­ben ech­te Chan­cen zum dau­er­haf­ten Aus­stieg. Hil­fe und Be­ra­tung bie­ten das

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