In­tel­li­gen­te Er­näh­rung

Das Gleich­ge­wicht in der Darm­flo­ra ist ent­schei­dend für die Ge­sund­heit des ge­sam­ten Or­ga­nis­mus. Er­näh­rung spielt da­her auch bei Krebs ei­ne nicht zu un­ter­schät­zen­de Rol­le.

KURIER_SPECIAL - - DARMKREBS -

in de­nen we­sent­lich we­ni­ger tie­ri­sche Kost kon­su­miert und Darm­krebs gleich­sam we­ni­ger dia­gnos­ti­ziert wird. Was die Ent­wick­lung von Ma­gen­kar­zi­no­men an­be­langt, ver­mu­ten Er­näh­rungs­wis­sen­schaft­ler je­doch, dass auch Fisch nicht im­mer ei­ne gu­te Al­ter­na­ti­ve dar­stellt. So sind die­se Art von Kar­zi­no­men in Ja­pan, wo be­son­ders fisch­reich ge­ges­sen wird, häu­fi­ger an­zu­tref­fen als in un­se­ren Brei­ten­gra­den.

Wich­tig sei laut Über­all, auf Aus­ge­wo­gen­heit in Form ei­ner bal­last­stoff­rei­chen und über­wie­gend pflanz­li­chen Er­näh­rungs­wei­se zu schau­en. „Be­son­ders zur Darm­krebs­vor­sor­ge macht es Sinn, viel fri­sche und pflanz­li­che Le­bens­mit­tel zu es­sen“, emp­fiehlt der Bio­che­mi­ker. Fer­tig­ge­rich­te, Fast Food und Mi­kro­wel­len­nah­rung ha­ben nichts auf dem täg­li­chen Spei­se­plan ver­lo­ren. Liegt be­reits ei­ne Krebs­er­kran­kung vor, kann durch op­ti­ma­le ener­gie- und nähr­stoff­an­ge­pass­te Er­näh­rung die The­ra­pie un­ter­stützt und Be­gleit­erschei­nun­gen bes­ser ver­daut wer­den. So rät Über­all zu Herb- und Bit­ter­stof­fen so­wie Al­gen und Heil­pil­zen, die ei­nen ge­wis­sen Zell­schutz auf­bau­en. Na­tur­trü­be Frucht­säf­te ent­hal­ten Schweb- und mit ih­nen wert­vol­le Bal­last­stof­fe. Aga­ven­dick­saft wie­der­um schützt die Darm­schleim­haut. Auch ge­keim­te Heil­kost wie Ge­trei­de und fer­men­tier­te Le­bens­mit­teln sei­en laut dem Ex­per­ten nicht zu un­ter­schät­zen, weil die­se die Vi­tal­kraft för­dern. „Al­les, was ei­ner ge­sun­den Darm­flo­ra hilft, ist prä­ven­tiv wie the­ra­peu­tisch wich­tig“, sagt der Inns­bru­cker.

Im Zu­ge der Strah­len­und Che­mo­the­ra­pie muss auf ei­ne ho­he Flüs­sig­keits­zu­fuhr ge­ach­tet wer­den. Das ist be­son­ders wich­tig, da die Ab­bau­pro­duk­te zer­fal­le­ner Zel­len über die Nie­re aus­ge­schie­den wer­den. Ge­eig­net sind ne­ben Was­ser ver­dünn­te Obst- und Ge­mü­se­säf­te so­wie un­ge­süß­te Kräu­ter­tees. Der Ex­per­te sieht aber auch in der ge­sun­den Be­völ­ke­rung ei­nen chro­ni­schen Flüs­sig­keits­man­gel: „Die meis­ten Men­schen sind de­hy­driert. Wir ha­ben uns an­ge­wöhnt, viel zu we­nig zu trin­ken.“Bei Übel­keit, der häu­figs­ten Ne­ben­wir­kungderChe­mo­the­ra­pie,kann­ba­si­sche Er­näh­rung hel­fen, ein ge­sun­des Zell­mi­lieu auf­zu­bau­en. Weil das Im­mun­sys­tem ge­ne­rell schon ge­schwächt ist, soll­te dar­auf ge­ach­tet wer­den, das In­fek­ti­ons­ri­si­ko so ge­ring wie mög­lich zu hal­ten. Nur voll­kom­men durch­ge­gar­te Spei­sen und aus­rei­chend ge­kühl­te Le­bens­mit­tel sind zu emp­feh­len. Da je­de Tu­morthe­ra­pie auch Le­ber und Nie­re be­las­tet, steht für Über­all die Ent­gif­tung die­ser Or­ga­ne im Vor­der­grund: „In al­len tra­di­tio­nel­len Ganz­heits­me­di­zin­for­men spie­len sehr bit­te­re und her­be Le­bens­mit­tel ei­ne wich­ti­ge Rol­le zum Schutz die­ser Or­ga­ne.“

„Im Zu­ge der Strah­len- und Che­mo­the­ra­pie muss auf ei­ne ho­he Flüs­sig­keits­zu­fuhr ge­ach­tet wer­den. Die meis­ten Men­schen sind de­hy­driert. Wir ha­ben uns ge­ne­rell an­ge­wöhnt, viel zu we­nig zu trin­ken.“

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