Leuk­ämie er­for­schen

Re­na­te Pan­zer-Grü­may­er, Lei­te­rin der Leuk­ämie­bio­lo­gie an der St. An­na Kin­der­krebs­for­schung in Wi­en, spricht im In­ter­view über die ak­tu­el­len Schwer­punk­te auf dem Ge­biet.

KURIER_SPECIAL - - LEUKÄMIE -

The­ra­pie nicht gut an­spre­chen wird. Ge­nau die­se For­men schau­en wir uns an und tes­ten, wel­che In­hi­bi­to­ren hier wirk­sam sein könn­ten. Zu­dem mes­sen wir mit hoch sen­si­ti­ven Me­tho­den, wie gut ei­ne The­ra­pie an­schlägt. Je nach Pro­gno­se wird die The­ra­pie im Ver­lauf ent­spre­chend an­ge­passt – schlägt sie schlecht an, be­kom­men Pa­ti­en­ten ei­ne in­ten­si­ve­re Be­hand­lung, spricht sie gut an, bleibt man bei der Stan­dard­the­ra­pie. Der­zeit wird ver­sucht, die The­ra­pie bei be­son­ders gu­tem An­spre­chen we­ni­ger in­ten­siv zu ge­stal­ten, um Ne­ben­wir­kun­gen und Spät­fol­gen zu ver­mei­den. ein­ge­baut, die ge­gen die Leuk­ämie­zel­len ge­rich­tet ist. Die­se ver­än­der­ten TZel­len kom­men dann wie­der in den Kör­per, ver­meh­ren sich, er­ken­nen die Leuk­ämie-Zel­len und tö­ten sie ab. Das kann al­ler­dings zu schwe­ren Ne­ben­wir­kun­gen füh­ren, weil die­se Im­mun­re­ak­ti­on ak­tu­ell noch schwer steu­er­bar ist. Es kommt häu­fig zu ei­ner über­schie­ßen­den Im­mun­re­ak­ti­on – zu­dem blei­ben die Zel­len meist noch sehr lan­ge im Or­ga­nis­mus. Das ist bei ei­nem Auf­tre­ten neu­er­li­cher Leuk­ämie­zel­len vor­teil­haft, kann aber auch zu un­er­wünsch­ten Re­ak­tio­nen füh­ren. Ak­tu­ell ar­bei­ten wir hier am In­sti­tut an ei­nem Pro­jekt, wo die­se CAR T-Zel­len steu­er­bar ge­macht wer­den sol­len, um die Si­cher­heit zu er­hö­hen.

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