SCHLA­FEN IN HÖCHS­TEN HÖ­HEN

Egal ob Baum­haus oder Glo­cken­turm: In Ober­ös­ter­reich fin­det man ein paar ein­zig­ar­ti­ge Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten.

KURIER_SPECIAL - - HOTEL EINMAL ANDERS -

In der klei­nen Ort­schaft Kop­fing im Inn­vier­tel hat sich der Tou­ris­ti­ker Jo­hann Schopf im Jah­re 2006 ei­nen Kind­heits­traum er­füllt. In­mit­ten des Wal­des hat er ein Baum­haus­ho­tel ge­baut. „Im Baum­haus will je­der ein­mal woh­nen. Das ist ein Traum, den fast je­der hat, der als Kind in ei­nem Haus mit Gar­ten auf­ge­wach­sen ist und dort Bäu­me stan­den“, sagt Schopf. Nun kann man seit mitt­ler­wei­le mehr als zehn Jah­ren auf zehn Me­tern Hö­he im Wald über­nach­ten. Al­lei­ne ist er mit die­ser Idee nicht mehr. Mitt­ler­wei­le gibt es meh­re­re Ho­tels die­ser Art, sei­nes sei je­doch trotz­dem ein­zig­ar­tig. „Der Un­ter­schied zu all den an­de­ren Häu­sern ist, dass wir hier sehr viel Wert­aufKom­fort­le­gen.Hier­hat­man al­les, vom Wohn­zim­mer, ei­ne Koch­ni­sche bis zu ei­nem be­que­men Bett“, sagt Schopf. Die Häu­ser sind über 72 Stu­fen zu er­rei­chen, kom­plett aus Holz und so­wohl im Som­mer als auch im Win­ter be­wohn­bar.

Ganz so ein­sam ste­hen die Baum­häu­ser dann aber doch nicht im Wald. Rund­her­um er­streckt sich der eben­falls von Schopf er­bau­te Baum­kro­nen­weg über ei­nen Ki­lo­me­ter durch den Wald. Es ist ein Baum­wip­fel­wan­der­weg in zwan­zig Me­tern Hö­he. „Das Über­nach­ten im Baum­haus ist nicht das Ein­zi­ge, das man hier er­le­ben kann. Wir bie­ten viel Pro­gramm an. Al­les im Sin­ne der Na­tur“, sagt Schopf. Ne­ben wan­dern über den Baum­wip­feln kön­ne man sau­nie­ren im Well­ness­be­reich oder sich mas­sie­ren las­sen. Auch Re­gio­na­li­tät ist für den Tou­ris­ti­ker wich­tig. „Das Brot ba­cken wir selbst, das Fleisch kommt vom Bio-Bau­ern aus der Re­gi­on“, so Schopf.

Heu­te kann Jo­hann Schopf auf die An­fangs­pha­se sei­nes Baum­kro­nen­wegs und Ho­tels la­chend zu­rück­schau­en. Da­mals be­kam er kaum Un­ter­stüt­zung aus der Re­gi­on. Kei­ner hät­te ge­glaubt, dass sich we­gen des Baum­kro­nen­wegs oder des Baum­haus­ho­tels je­mand nach Kop­fing ver­ir­ren wür­de. Heu­te kom­men von Pär­chen bis Freun­des­grup­pen, auch Fa­mi­li­en und Schul­klas­sen zu ihm in den Wald. Für sein En­ga­ge­ment hat er die­ses Jahr die Eh­ren­ur­kun­de für Ver­diens­te um den Tou­ris­mus im Land Ober­ös­ter­reich er­hal­ten. Über Be­su­cher­zah­len kann er sich nicht be­schwe­ren. „Die­ses ,Zu­rück zur Na­tur’ und ,Raus aus dem Stress’, das ge­ra­de ge­sucht wird, das ha­ben wir. Ir­gend­wann will je­der mal im

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