„Mut zum Ri­si­ko“

Mar­kus Kal­ler, Ex­per­te der Ers­te As­set Ma­nage­ment, über Chan­cen an den Ka­pi­tal­märk­ten

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Zieht man bei­spiels­wei­se 1,5 Pro­zent­punk­te In­fla­ti­on vom Spar­buch­zins ab, liegt die Ver­zin­sung re­al im Mi­nus. Die meis­ten An­le­ger wis­sen, dass sie der­zeit beim Spa­ren ei­nen Re­al-Ver­lust hin­neh­men müs­sen.

Wie geht man al­so vor, wenn man der rea­len Geld­ent­wer­tung ent­kom­men möch­te?

Mei­ne spon­ta­ne Ant­wort: Ver­an­la­gungs­lö­sun­gen mit ei­ner hö­he­ren Ren­di­te ins Au­ge fas­sen. Wür­den die Ös­ter­rei­cher nur zehn Pro­zent ih­res na­he­zu un­ver­zins­ten Gel­des zB in Ak­ti­en­um­schich­ten,so­wä­re­seit2013ein zu­sätz­li­ches Geld­ver­mö­gen von vier Mil­li­ar­den Eu­ro zu er­zie­len ge­we­sen. Da­bei ist al­ler­dings Vor­sicht ge­bo­ten. Es gibt kei­nen Mehr­er­trag oh­ne da­mit ver­bun­de­nes Ri­si­ko.

Sind Wert­pa­pie­re grund­sätz­lich für al­le An­le­ge­rin­nen und An­le­ger pas­send?

Nein. Ei­ne Ver­an­la­gung muss im­mer auf das An­la­ge­ziel und das Ri­si­ko­pro­fil des An­le­gers ab­ge­stimmt sein. Das Spar­buch ist für die kurz­fris­ti­ge Li­qui­di­tät und als Re­ser­ve wich­tig und not­wen­dig. Für län­ger­fris­ti­ge Ver­an­la­gun­gen, die über der In­fla­ti­on lie­gen, soll­te man die ei­ge­ne Ver­an­la­gungs­stra­te­gie völ­lig neu über­den­ken. Nicht al­le Wert­pa­pie­re sind für al­le Ri­si­ko­ty­pen ge­eig­net.

Wel­che An­la­ge­klas­sen fa­vo­ri­sie­ren Sie denn der­zeit? Wo stimmt aus Ih­rer Sicht das „Preis-Leis­tungs“-Ver­hält­nis?

So­li­de Un­ter­neh­mens­er­geb­nis­se, ei­ne ins­ge­samt be­hut­sa­me Geld­po­li­tik so­wie ei­ne freund­li­che Wirt­schafts- und In­fla­ti­ons­dy­na­mik bie­ten der­zeit gu­te

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