„EIN MEI­LEN­STEIN“

Günter Bres­nik spricht über den Ein­zug sei­nes Schütz­lings in die Top Fi­ve, sei­nen schwa­chen Ab­schluss, über „un­wis­sen­de“Kri­ti­ker und Ro­ger Fe­de­rer.

KURIER_SPECIAL - - DOMINIC THIEM -

Der KU­RI­ER traf Günter Bres­nik in an­ge­neh­mer Süd­stadt-At­mo­sphä­re, kurz be­vor er mit sei­nem Schütz­ling und zahl­rei­chen wei­te­ren Spie­lern rund um das Team Thiem zum sechs­ten Mal Rich­tung Te­ne­rif­fa ab­hob. Zeit, um auf die tur­bu­len­te Sai­son zu­rück­zu­bli­cken. Auch wenn der 56-jäh­ri­ge Nie­der­ös­ter­rei­cher zu­letzt in Pa­ris sei­nen Schütz­ling kri­ti­sier­te („Ich ver­ste­he ein­fach nicht, wie man 15 Punk­te in Se­rie ver­lie­ren kann, wenn ich so Ten­nis spie­len kann wie er“), darf er zu­frie­den auf die Sai­son 2017 zu­rück­bli­cken. Na­tür­lich gibt es die. Er hat zum Bei­spiel zu oft den Be­lag ge­wech­selt. Ich hät­te den Da­vis­cup auf Sand aus­ge­las­sen. Au­ßer­dem hat er schlecht trai­niert. Ich war bei zwei Tur­nier­rei­sen nicht da­bei. Da sag­te er mir, dass ihm im Trai­ning ei­ni­ges fehl­te. Da­zu kom­men bit­te­re Nie­der­la­gen wie in Wim­ble­don ge­genBer­dy­cho­de­rinNe­wYork­ge­gen Del Po­tro, wo er al­les in der Hand hat­te. Ihn trifft das am meis­ten, da muss ich gar nichts sa­gen. Er hat ja noch nie we­gen man­geln­den Ein­sat­zes ver­lo­ren. In Wi­en und vor Pa­ris, da konn­te er kaum trai­nie­ren, da kam auch noch ei­ne Ze­hen­ver­let­zung da­zu, die jetzt voll aus­ge­heilt ist. Auf Sand kann er Klei­nig­kei­ten kom­pen­sie­ren, wenn es nicht läuft, aber er hat­te ja zu­vor auch auf Hart­platz schon sehr gut ge­spielt. Und ei­nes darf man nie ver­ges­sen … Mann sei­ne Frau ver­lässt, nur weil er im Bett eh schon al­les von ihr hat­te. Marc Gi­rar­del­li wur­de ewig er­folg­reich von sei­nem Va­ter be­treut, das gilt auch jetzt für Mar­cel Hir­scher. Und Her­mann Mai­er hat­te im­mer Pro­fes­sor Berg­mül­ler. Ich ken­ne Do­mi­nic, er kennt mich. Bei ei­nem neu­en Trai­ner ist dies nicht der Fall. Ja, wie je­des Jahr. Wir sind zum sechs­ten Mal dort, ha­ben die idea­len Be­din­gun­gen und ei­ne im­mer grö­ßer wer­den­de Trai­nings­grup­pe. Das­se­rend­lich­kon­stant­gut­spielt.Und das zehn, elf Mo­na­te lang, von Jän­ner bis No­vem­ber. Und nicht wie heu­er nach den US Open, wo er nur noch ver­lo­ren hat.

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