MONTREAL

Alex­an­der Zverev hol­te in­ner­halb von drei Mo­na­ten sei­nen zwei­ten Ti­tel bei ei­nem ATP-1000-Tur­nier. Im Fi­na­le schlug er in ei­nem Ge­ne­ra­tio­nen­du­ell Su­per­star Ro­ger Fe­de­rer. Und Do­mi­nic Thiem gab ei­nen Sieg aus der Hand.

KURIER_SPECIAL - - ATP 1000 -

Alex­an­der Zverev setz­te im Au­gust dort fort, wo er im Mai auf­ge­hört hat­te: mit ei­nem Sieg bei ei­nem ATP1000-Tur­nier.

Aber die­ses Mal gab es ein End­spiel mit be­son­de­rem Zünd­stoff: ein Ge­ne­ra­tio­nen­du­ell. Der 20-jäh­ri­ge Deut­sche setz­te sich im End­spiel ge­gen den 36-jäh­ri­gen Ro­ger Fe­de­rer ziem­lich glatt mit 6:3 und 6:4 durch. Zverev lag noch auf dem Wi­ckel­tisch, als der Ma­e­s­tro En­de Sep­tem­ber 1997 erst­mals auf der gro­ßen Tour in Er­schei­nung trat, der Schwei­zer schied da­mals in der Qua­li­fi­ka­ti­on in Ba­sel aus. Und jetzt durf­te der Ham­bur­ger ei­nes sei­ner Ido­le schla­gen und zeig­te sich de­mü­tig: „Sor­ry Ro­ger, dass ich ge­won­nen ha­be. Ich hof­fe, du wirst noch vie­le Jah­re wei­ter­spie­len.“

Den Schwei­zer und den 16 Jah­re jün­ge­ren Alex­an­der Zverev ver­bin­det ei­ne Freund­schaft, so­wohl die Spie­ler als auch die da­zu­ge­hö­ri­gen Fa­mi­li­en­und Trai­ner­clans ver­ste­hen sich blen­dend. Auch Bo­ris Be­cker war nach Zverevs Tri­umph beim Rogers Cup an­ge­tan: „Die Zu­kunft hat be­gon­nen“, twit­ter­te der 50-Jäh­ri­ge, der als bis­lang letz­ter Deut­scher vor 31 Jah­ren in Ka­na­da ge­win­nen konn­te. Da­bei wä­re das Tur­nier für Zverev fast schon vor­bei ge­we­sen, noch ehe es so rich­tig be­gon­nen hat­te: In der ers­ten Run­de hat­te er ge­gen Richard Gas­quet drei Match­bäl­le ab­weh­ren müs­sen, ei­nen da­von in ei­ner 49 Schlä­ge an­dau­ern­den Ral­lye.

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.