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ber den Na­men muss­te ich nicht lan­ge nach­den­ken. Der Hund soll­te mir ei­ne Hil­fe sein, wenn ich un­ter­zu­ckert bin. Klar, dann brau­che ich et­was Sü­ßes! Es stan­den zwei Na­men zur en­ge­ren Aus­wahl und als fest­stand, dass es ei­ne Hün­din sein soll, war die Ent­schei­dung für den Na­men Can­dy ge­fal­len“, er­in­nert sich An­ja Ren­fordt an die Zeit zu­rück, als die vier­bei­ni­ge Be­glei­te­rin in ihr Zu­hau­se ein­zog. Can­dy ist ei­ne ganz be­son­de­re Hün­din. Im Jahr 2012 hat sie die Aus­bil­dung zum Dia­bDog er­folg­reich ab­ge­schlos­sen und zeigt nun ih­rer Be­sit­ze­rin An­ja Ren­fordt zu­ver­läs­sig Un­ter­zu­cke­run­gen an: „Can­dy kann mir recht­zei­tig vor dem Auf­tre­ten der Sym­pto­me ei­ne Hy­po­gly­kämie si­gna­li­sie­ren, so­dass ich noch Zeit ha­be, ad­äquat zu re­agie­ren und schlim­me Fol­gen zu ver­hin­dern“, er­zählt die mehr­fa­che Kick­box­welt­meis­te­rin, bei der be­reits mit ein­ein­halb Jah­ren die Au­to­im­mun­er­kran­kung Dia­be­tes Typ 1 dia­gnos­ti­ziert wur­de.

Da­für war viel in­ten­si­ves Trai­ning not­wen­dig. Das gro­ße Ziel von Dia­bDogs ist die Ver­bes­se­rung derSi­cher­hei­timAll­tagvonMen­schen mit Dia­be­tes und ein selbst­be­stimm­te­res Le­ben durch den Ein­satz der Warn­hun­de und der Nut­zung von so­ge­nann­ten CGM-Sys­te­men. Die kon­ti­nu­ier­li­che Zu­cker­mes­sung dient als Kon­troll­in­stru­ment zur Si­cher­heit bei der Aus­bil­dung und zur Über­prü­fung der Ge­nau­ig­keit der Anzeige der Vier­bei­ner. „Wir ha­ben Can­dy dar­auf trai­niert, Alarm zu schla­gen, wenn mein Blut­zu­cker auf 70 mg/dl oder we­ni­ger fällt“, so Ren­fordt. In die­sem Fall macht Can­dy sich be­merk­bar, in­dem sie ihr Frau­chen am Bein an­stupst. Wenn das al­les nichts hilft, bringt sie so­gar die Mes­su­ten­si­li­en. Das er­wünsch­te Ver­hal­ten muss na­tür­lich po­si­tiv ver­stärkt, al­so be­lohnt wer­den.

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