MOLEKULARKÜCHE

KURIER_WOHNEN - - Neues Material - VON COR­DU­LA PUCHWEIN

Die Na­no­tech­no­lo­gie durch­dringt so gut wie al­le Le­bens­be­rei­che und ist mitt­ler­wei­le auch in un­se­ren Kü­chen an­ge­kom­men. Der ei­ne oder an­de­re Her­stel­ler ver­edelt auf die­se Wei­se so­gar sei­ne Ar­beits­plat­ten und macht sie da­mit viel un­emp­find­li­cher.

» Man muss gar nichts Bö­ses im Schil­de füh­ren, um mit der Klin­ge des schar­fen Tran­chier­mes­sers ei­nen Krat­zer in die Ar­beits­plat­te zu ha­cken. Ein Mal­heur wie die­ses ist schnell pas­siert und die Flä­che da­mit rui­niert. Cuts, Schram­men, Ab­schür­fun­gen, auch che­mi­sche Rei­ni­gungs­mit­tel, hei­ßes Fett, Es­sig und ähn­li­ches kön­nen ir­re­pa­ra­ble Spu­ren hin­ter­las­sen. All das kratzt die Ar­beits­plat­te „Na­no Black“des deutsch-fran­zö­si­schen Un­ter­neh­mens Schmidt Kü­chen, fünft­größ­ter Her­stel­ler Eu­ro­pas, herz­lich we­nig. Die Plat­te wur­de ja mit Na­no­tech­no­lo­gie her­ge­stellt. Na­no­tech­no­lo­gie? Das Le­xi­kon er­klärt sie so: Na­no­par­ti­kel sind ex­trem klei­ne, für das mensch­li­che Au­ge un­sicht­ba­re Teil­chen. Ih­re Grö­ße wird in Na­no­me­tern ge­mes­sen. Ein Na­no­me­ter ent­spricht – und jetzt kommt’s – 0,00001 Mil­li­me­ter, be­zie­hungs­wei­se ei­nem Mil­li­ards­tel Me­ter. Wir be­we­gen uns hier al­so im ab­so­lu­ten Mo­le­ku­lar­be­reich. Um sich das trotz­dem bes­ser vor­stel­len zu kön­nen, ein Bei­spiel: Ein Na­no­par­ti­kel ist im Ver­hält­nis zu ei­nem Fuß­ball so groß wie der Fuß­ball im Ver­hält­nis zum Erd­ball. Und was, bit­te­schön, hat all das nun mit Ar­beits­plat­ten für die Kü­che zu tun? »

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