SCHÖ­NE EIN­BLI­CKE

KURIER_WOHNEN - - Homestorys -

» Er ist die­se Re­ak­ti­on schon ge­wohnt. Kaum öff­net Ma­nu­el Ste­pan ei­nem Gast, der noch nie bei ihm ein­ge­la­den war, die Tü­re, ent­fährt die­sem ein: „Wow, du hast aber ei­ne tol­le Woh­nung.“Oder: „Du wohnst ja un­glaub­lich schön.“Und na­tür­lich weiß der De­si­gner und Art Di­rec­tor das auch. Und trotz­dem: Er sieht sei­ne Woh­nung mit an­de­ren Au­gen – er sieht die klei­nen Ma­cken und Krat­zer, die sich im Lau­fe der Zeit an den Wän­den und Mö­beln breit­ge­macht ha­ben. Sie stö­ren ihn, selbst wenn er die Ur­sa­che da­für liebt. „Frü­her war die Woh­nung auch Teil der Selbst­dar­stel­lung, in der rau­schen­de Par­ty kei­ne Sel­ten­heit wa­ren, mitt­ler­wei­le ist sie zum Nest für mei­nen Sohn und mich ge­wor­den“, sagt Ma­nu­el Ste­pan. „Und da wir hier ger­ne mal Ho­ckey spie­len, hin­ter­lässt das halt Spu­ren.“Dem Gast hin­ge­gen fal­len die­se klei­nen Schön­heits­feh­ler si­cher­lich nicht auf; er sieht ein groß­zü­gig ge­schnit­te­nes, licht­durch­flu­te­tes und mo­dern ein­ge­rich­te­tes Loft. „Ich bin zwar ein we­nig Monk, aber dass nicht mehr al­les per­fekt ist, da­für aber ge­müt­li­cher, ist nicht schlech­ter. Es ist ein­fach ein neu­er Le­bens­ab­schnitt“, sagt Ma­nu­el Ste­pan über sich selbst und lacht. „Die Qua­li­tät des Rau­mes ist ja trotz­dem noch da.“

EIN ROHDIAMANT. Es ist in­zwi­schen schon 15 Jah­re her, dass Ma­nu­el Ste­pan die Woh­nung zum ers­ten Mal be­trat. Ein weit­läu­fi­ges Loft fand er da­mals al­ler­dings nicht vor. Ihm bot sich ein an­de­res Bild: Klei­ne Räu­me und­ei­ne­nied­ri­geDe­cke­sorg­ten­d­a­für, dass ein be­drü­cken­des Ge­fühl ent­stand. „Es war der Aus­blick, wes­we­gen ich die Dach­ge­schoß­woh­nung ge­nom­men ha­be“, sagt er. „Von der Ter­ras­se schaut man in die ei­ne Rich­tung ins Grü­ne und auf der an­de­ren Sei­te liegt ei­nem die Stadt zu Fü­ßen. So et­was fin­det man kein zwei­tes Mal.“Au­ßer­dem er­kann­te Ma­nu­el Ste­pan auch das Po­ten­zi­al der Im­mo­bi­lie. Kaum hat­te er den Ver­trag un­ter­schrie­ben, ging es ans Um­bau­en. Die Zwi­schen­wän­de wur­den ent­fernt, die ab­ge­häng­te De­cke eben­falls. Und schon öff­ne­te sich der Raum und gab schö­ne Per­spek­ti­ven frei. Die Mö­blie­rung, die dann folg­te, wür­den In­te­ri­or De­si­gner wahr­schein­lich mit den Wor­ten »

Der Agen­tur­be­sit­zer, Art Di­rec­tor und De­si­gner Ma­nu­el Ste­pan be­wohnt ei­ne Dach­ge­schoß­woh­nung in Wi­en

Kla­re Li­ni­en braucht Ma­nu­el Ste­pan beim Woh­nen. „Ich füh­le mich wohl, wenn al­les ge­nau aus­ge­rich­tet ist “, sagt der Art Di­rec­tor. „Aber ich ge­be zu, schö­ne Din­ge sind oft un­prak­tisch“

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