FO­RUM 21 - Ide­en, Initia­ti­ven und Pro­jek­te für ei­ne zu­kunfts­fä­hi­ge Ent­wick­lung

Ide­en, Initia­ti­ven und Pro­jek­te für ei­ne zu­kunfts­fä­hi­ge Ent­wick­lung

ProZukunft - - Inhalt -

Kul­tur­land Salz­burg

Zwei von der an der Uni­ver­si­tät Salz­burg leh­ren­den Ang­lis­tin und Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rin Sa­bi­ne Co­elsch-fois­ner her­aus­ge­ge­be­ne und vom An­ton Pus­tet Ver­lag mit aus­neh­men­der Sorg­falt ge­stal­te­te Bän­de ver­mit­teln auf je­weils mehr als 300 Sei­ten die Ein­zig­ar­tig­keit der Kul­tur­land­schaft (der Stadt) Salz­burg. Mit den 2009 am „Kunst­quar­tier“in der Berg­stra­ße in­iti­ier­ten „Ate­lier Ge­sprä­chen“– aus­führ­lich dar­ge­stellt und auch für Nicht-be­tei­lig­te mit gro­ßem Ge­winn nach­zu­voll­zie­hen sind ca. fünf­zig Ver­an­stal­tun­gen mit teils höchst pro­mi­nen­ten und durch­wegs re­nom­mier­ten Teil­neh­me­rin­nen (von Pier­re Lau­rent Ai­mard bis Mar­git Zuck­riegl) – wird die ho­he Qua­li­tät ei­nes au­ßer­ge­wöhn­li­chen uni­ver­si­tä­ren Aus­bil­dungs­pro­gramms do­ku­men­tiert. Be­ein­dru­ckend sind nicht et­wa nur die Hin­ter­grün­de viel­be­ach­te­ter Fest­spiel­pro­duk­tio­nen, son­dern die Dich­te und Qua­li­tät des kul­tu­rel­len Ba­sis­an­ge­bots, für das Salz­burg im­mer wie­der – und zu Recht – ge­lobt und ge­wür­digt wird. „Die Ate­lier Ge­sprä­che“, so die Her­aus­ge­be­rin, „sind ein in­no­va­ti­ves uni­ver­si­tä­res Aus­bil­dungs­pro­gramm, das in Salz­burg Al­lein­stel­lungs­merk­mal er­langt hat. Sie ver­net­zen Wis­sen­schaft mit künst­le­ri­scher Pra­xis und Kul­tur­ar­beit und zie­len auf den le­ben­di­gen Dia­log.“(Bd. 1, S. 11). Wie sehr die­ser im Aus­tausch zwi­schen Künst­le­rin­nen, Wis­sen­schaft­lerin­nen, Stu­die­ren­den und der in­ter­es­sier­ten Öf­fent­lich­keit ge­lun­gen – und für Bür­ge­rin­nen wie auch Be­su­che­rin­nen der „Mo­zart­stadt“un­ver­zicht­bar ge­wor­den ist, das er­schließt sich auf je­der Sei­te, mit je­dem der pracht­vol­len, oft groß­for­ma­ti­gen Fotos, ob von Thea­ter-, Tanz-, Opern-, Mu­sik- oder Film­pro­duk­tio­nen, von Ge­sprä­chen und Work­shops oder Por­traits der Mit­wir­ken­den.

Dass in der Be­geg­nung mit Kunst das Le­ben erst je­ne Qua­li­tät ge­winnt, durch die wir – ge­ra­de in stür­mi­schen Zei­ten – Sinn, Glück, Er­fah­rung und Er­fül­lung fin­den kön­nen, da­für steht Salz­burg ex­em­pla­risch – Aus­zeich­nung und Ver­pflich­tung glei­cher­ma­ßen!

Die­ser Schatz ist in­fol­ge der au­ßer­or­dent­li­chen fi­nan­zi­el­len Be­las­tun­gen, de­nen sich (nicht nur) Salz­burg der­zeit ge­gen­über­sieht, in sei­ner Sub­stanz ge­fähr­det. Kul­tur­schaf­fen­de und Kul­tur­ar­bei­te­rin­nen sind da­her mit der For­de­rung an Po­li­tik und Öf­fent­lich­keit ge­tre­ten, die Auf­wen­dun­gen für Kunst und Kul­tur nicht noch wei­ter zu kür­zen. Ar­gu­men­te da­für, und die Mög­lich­keit,

die­ses An­lie­gen zu un­ter­stüt­zen, gibt es auf www.kul­tur­land-salz­burg.at. W. Sp.

111 Ate­lier Ge­sprä­che. Salz­burg: A. Pus­tet, 2011. 335 S. ISBN 978-3-7025-0656-8

112 Tat­ort Kul­tur. Ate­lier Ge­sprä­che II. Salz­burg: A. Pus­tet, 2011. 366 S. ISBN 978-3-7025-0700-8.

Bei­de Bän­de hrsg. v. Sa­li­ne Co­elsch-fois­ner, je­weils € 29,- , sfr 43,50

Wis­sen­schaft mit Bür­ge­rin­nen

Die deut­sche Jour­na­lis­ten­ver­ei­ni­gung für tech­nisch­wis­sen­schaft­li­che Pu­bli­zis­tik (TELI e. V.) Ist kürz­lich mit ei­nem drin­gen­den Ap­pell an die Öf­fent­lich­keit ge­tre­ten. Un­ter dem Ti­tel „Po­li­tik ver­wei­gert die Zu­kunfts­ge­stal­tung“wird ei­ner­seits be­klagt, dass „Wis­sen­schaft und Tech­nik in der Po­li­tik kaum auf­tau­chen“, und dass der „Wahl­kampf 2013 kei­ne Ant­wor­ten auf die gro­ße Zu­kunfts­fra­ge: Wie wol­len wir le­ben? lie­fer­te [das gilt für Deutsch­land wie für Österreich, W. Sp.]. „Da“, wie be­tont wird „der Schlüs­sel zu Ant­wor­ten in der For­schung liegt“, mahnt TELI ein­mal mehr ei­ne „an­dau­ern­de öf­fent­li­che Wis­sen­schafts­de­bat­te mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern über re­le­van­te The­men aus For­schung und Tech­no­lo­gie ein. Das Ziel: die Zu­kunft ge­mein­sam zu de­bat­tie­ren und zu ge­stal­ten! Da­für emp­fiehlt TELI ein mehr­stu­fi­ges Ver­fah­ren: die Wis­sen- schafts­de­bat­te.de als Web­por­tal wir auch als Live-formt. Das Por­tal greift The­men aus For­schung, Tech­no­lo­gie und Ge­sell­schaft auf und stellt sie zur Dis­kus­si­on. Aus den Bei­trä­gen ent­steht das Ge­rüst für ei­ne öf­fent­li­che Ver­an­stal­tung. Auf die­ser de­bat­tie­ren Wis­sen­schaft­ler, Po­li­ti­ker und Bür­ger wich­ti­ge Fra­gen aus Wis­sen­schaft und For­schung und kom­men zu ei­ner ge­mein­sa­men Re­so­lu­ti­on. Die­se geht als Dos­sier an Ent­schei­der und Me­di­en und sorgt so für wei­te­re Mei­nungs­bil­dung“, heißt es un­ter an­de­rem in der Re­so­lu­ti­on. „Land­auf, land­ab, be­son­ders in den klei­ne­ren und mitt­le­ren Städ­ten, herr­sche gro­ßer Be­darf an sol­chen Dis­kur­sen“, mei­nen die Initia­to­ren. Die­se An­lie­gen, ganz im Sin­ne Ro­bert Jung­ks, ver­dient brei­te Un­ter­stüt­zung und en­ga­gier­te Bür­ge­rin­nen. Links: www.teli.de und www.wis­sen­schafts­de­bat­te.de; wei­te­re Aus­künf­te bei Jan Oli­ver Löf­ken (Ers­ter Vor­sit­zen­der TELI e. V, T.: 0049-163-3609129, oli­ver.lo­ef­[email protected]) W. Sp.

„Kunst ist Kri­tik, Kunst ist Aus­druck, Kunst ist Le­bens­freu­de und Trau­rig­keit. Zur Zu­kunft kön­nen Kunst und Kul­tur in­so­fern bei­tra­gen, als sie ein Sprach­rohr sind von ei­nem Men­schen zu vie­len an­de­ren – und doch je­dem und je­der ei­ne an­de­re Ge­schich­te...

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