Geld­po­li­tik als Macht­po­li­tik?

ProZukunft - - Finanzpolitik | Navigator -

Es hät­te nicht der „Pa­na­ma-pa­pers“be­durft um zu er­ken­nen, dass vie­les in der ge­gen­wär­ti­gen Fi­nanz­ord­nung nicht mit rech­ten Din­gen zu­geht. Die le­ga­le wie il­le­ga­le Steu­er­hin­ter­zie­hung durch Un­ter­neh­men und Pri­va­te, der Wür­ge­griff von Schul­den, der gan­ze Staa­ten lahm le­gen kann, oder die lei­di­gen Ban­ken­ret­tungs­pa­ke­te, die zwar Gläu­bi­ger be­ru­hi­gen, die Steu­er­zah­ler aber zur Kas­se bit­ten, gel­ten als zen­tra­le Kri­tik­punk­te. Hans Holzin­ger hat sich ein­schlä­gi­ge Pu­bli­ka­tio­nen an­ge­se­hen.

Geld­wä­sche und Steu­er­oa­sen

Was Geld-kri­ti­ker seit lan­gem for­der­ten, wur­de mit der Nied­rig- bzw. Ne­ga­tiv­zins­po­li­tik der No­ten­ban­ken nun Rea­li­tät. Mit be­grenz­ter Wir­kung für die Kon­junk­tur, aber als will­kom­me­ner Damm ge­gen

ei­ne noch stär­ker wach­sen­de Schul­den­last der Staa­ten, die hö­he­re Zin­sen wohl in wei­te­re Tur­bu­len­zen stür­zen wür­den. Da die Wirt­schaft trotz Nied­rig-zin­sen nicht an­springt, denkt EZB-CHEF Ma­rio Draghi so­gar dar­über nach, Geld an die Bür­ger und Bür­ge­rin­nen zu ver­schen­ken, um den Kon­sum

Newspapers in German

Newspapers from Austria

© PressReader. All rights reserved.