Post­wachs­tums­po­li­ti­ken und das Neu­den­ken von Ar­beit

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Ei­ne Viel­zahl an Aspek­ten im Kon­text wachs­tums­un­ab­hän­gi­ger Ge­sell­schaf­ten ver­sam­melt ein von Frank Ad­ler und Ul­rich Schacht­schnei­der her­aus­ge­ge­be­ner Band. The­ma­ti­siert wer­den et­wa „neue For­men des Wohl­stands“in ei­ner „trans­for­ma­to­ri­schen De­mo­kra­tie (U. Brand), die Chan­cen und Ge­fah­ren des Sub­sis­tenz­an­sat­zes (F. Ek­hart, U. v. Win­ter­feld), der „fa­ta­le Zu­sam­men­hang von Ei­gen­lie­be, Me­ri­to­kra­tie und Ka­pi­ta­lis­mus“(D. Com­tes­se un­ter Be­zug­nah­me auf Rous­seau), die nö­ti­gen „men­ta­len Struk­tu­ren“für De­growth-po­li­tik (C. San­ders un­ter Be­zug­nah­me auf H. Ro­sa und M. Ho­sang aus Sicht der hu­ma­nis­ti­schen Psy­cho­lo­gie), die Rol­le von „Zeit-hy­gie­ne“und „Zeit­po­li­tik“(F. Re­heis) oder ein Neu­den­ken von Zu­sam­men­le­ben und Ge­mein­schaft (F. Ad­loff un­ter Be­zug­nah­me auf ein in Frank­reich ver­brei­te­tes „kon­vi­via­lis­ti­sches Ma­ni­fest“, das sich ge­gen das uti­li­ta­ris­ti­sche Wachs­tums­den­ken der Mo­der­ne rich­tet). Be­rich­tet wird auch von nicht wachs­tums­ab­hän­gi­gen Unternehmen (J. Ge­biel u. a.), von ei­ner an­de­ren Stadt- und Bau­ent­wick­lung (D. Fuhrhop) so­wie ei­ner Neu­ge­stal­tung der Fi­nanz­ord­nung und dem „ar­chi­me­di­schen Punkt“der Geld­schöp­fung. H. Peu­kert hegt Sym­pa­thi­en für ei­ne Voll­geld­re­form, for­dert aber nä­her Lie­gen­des wie Ver­bo­te et­wa von die Spe­ku­la­ti­on an­hei­zen­den CDFS, al­so Kre­dit­aus­falls­ver­si­che­run­gen, so­wie die Zer­schla­gung zu gro­ßer Ban­ken.

„Das Di­lem­ma un­se­rer spät­in­dus­tri­el­len Ge­sell­schaf­ten be­steht dar­in, dass wir zum ei­nen die ers­te Ge­ne­ra­ti­on sind, für die Ar­beit nicht in ers­ter Li­nie ei­ne ma­te­ri­el­le Not­wen­dig­keit ist, son­dern vor al­lem ei­ne see­li­sche.“(Christine Ax in 46 , S. 128)...

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