Ein Pro­sit auf den vier­ten Tri­umph

Goi­ser fei­er­ten am Schnal­zer­mon­tag den Sieg beim Ru­per­ti­gau-Schnal­zen.

Salzburger Nachrichten - - SALZBURG AKTUELL -

Das Ver­eins­heim der Schnal­zer im Wal­ser Orts­teil Gois war am Mon­tag bis auf den letz­ten Platz ge­füllt. Kein Wun­der, am tra­di­tio­nel­len Schnal­zer­mon­tag wird nicht ge­ar­bei­tet, egal wie das Ru­per­ti­gau-Schnal­zen am Vor­tag aus­ge­gan­gen ist.

Doch die Goi­ser hat­ten schon so wie in den ver­gan­ge­nen drei Jah­ren al­len Grund zum Fei­ern. Denn wie­der ge­wann die Pass Gois IV be­ste­hend aus Ver­eins­ob­mann Jo­sef Sant­ner, Jo­sef Ber­ger jun., Le­on­hard Brötz­ner so­wie Hein­rich, Ro­bert, Andre­as, Mar­tin, Bern­hard und Franz Ha­se­nöhrl. Ihr Er­folgs­ge­heim­nis? „Kei­ne Ah­nung“, sagt Sant­ner beim wohl­ver­dien­ten Bier. „Wir dür­fen gar nicht laut sa­gen, dass wir nur drei Mal trai­niert ha­ben“, meint Kol­le­ge Bern­hard Ha­se­nöhrl.

Egal, die Leis­tung von Gois IV hat über­zeugt, auch die Schnal­zer-Se­nio­ren im Ver­ein. Jo­sef Ber­ger se­ni­or: „Was die Bur­schen am Sonn­tag ge­zeigt ha­ben, war ein Hö­he­punkt. Und das bei dem schlech­ten Wetter.“Das gan­ze Dorf sei stolz auf sie und ha­be ei­ne irr­sin­ni­ge Freu­de.

Der neue pracht­vol­le Sie­ger­krug steht auf dem Sims des Ka- chel­ofens im Ver­eins­heim. Flan­kiert von mehr als 50 wei­te­ren Krü­gen, al­le­samt Tro­phä­en von Wett­be­wer­ben.

Seit 1958 wird das Ru­per­ti­gau­Schnal­zen aus­ge­tra­gen. Seit­her hat Ain­ring 13 Mal ge­won­nen, Sie­zen­heim 13 Mal und die Schnal­zer aus Gois mit dem Sieg vom Sonn­tag ins­ge­samt 14 Mal.

Um den Nach­wuchs muss sich Gois kei­ne Sor­gen ma­chen. Die Söh­ne der sieg­rei­chen Schnal­zer sind be­reits am Üben. „Und das ist auch gut so, denn das Schnal­zen kann man als Er­wach­se­ner fast nicht mehr er­ler­nen“, sagt Jo­hann Ber­ger. Die Män­ner von Gois IV wür­den be­reits seit Jahr­zehn­ten mit­ein­an­der schnal­zen. „Sie sind per­fekt auf­ein­an­der ab­ge­stimmt und sind vi­el­leicht auch dar­um so er­folg­reich.“

Mäd­chen sucht man am Schnal­zer­mon­tag im Ver­eins­heim ver­geb­lich. „Es gibt Mäd­chen, die mit dem Schnal­zen an­fan­gen, aber spä­tes­tens in der Pu­ber­tät in­ter­es­siert es sie dann nicht mehr“, sagt Jo­sef Sant­ner.

BIL­DER: SN/MAR­CO RIEB­LER

Die Man­nen der Schnal­zer­grup­pe Gois IV stem­men die Sie­ger­krü­ge.

Die Wan­der­goaßl aus 1936 im Glas­kas­ten nen­nen die Schnal­zer lie­be­voll „Schneewittchen“.

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